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KAMBODSCHA - Bunong Guu Oh
Geburtspraktiken der Bunong im Wandel, 2010
Basierend auf aktuellen ethnographischen Feldstudien der Zürcher Ethnologin Brigitte Nikles gibt der Film einen diskreten Einblick in die Geburtspraktiken der im Nordosten Kambodschas beheimateten Bunong. Die Region unterliegt einem enormen Wandel, der sich auch auf traditionelle Praktiken und Vorstellungen auswirkt. Traditionelle Hebammen, schwangere Frauen, junge Eltern und Vertreter der staatlichen Gesundheitsbehörde gewähren einen persönlichen Blick auf ihre aktuelle Situation am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne.
Datum/Zeit: 5. August 2010, 19.00
Filmdauer: 50 Minuten
Sprache: Buong/Khmer mit englischen Untertiteln
Ort: Völkerkundemuseum, Pelikanstrasse 40, 8001 Zürich
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http://www.cineman.ch
Schweizer Webseite mit den aktuellen Kinoprogrammen der Deutschschweiz sowie Trailern, Filmbesprechungen und vielen weiteren Informationen rund um das Kino.
http://www.blackmovie.ch
Blackmovie, Filmfestival der anderen Welten
http://www.outnow.ch
Sehr informative Website zum aktuellen und zukünftigen Schweizer Kinoprogramm.
http://www.filmeeinewelt.ch/
Kirchliche Fachstelle Filme für eine Welt für Filme im Bereich Entwicklung und Kulturbegegnung.
http://www.trigon-film.org
Trigon-Film: Verleih für Filme jenseits von Hollywood, aus Asien, Afrika und Südamerika.
http://www.visionsdureel.ch
Website des Dokumentarfilm-Festivals Visions du Réel in Nyons.
http://www.fiff.ch
Website des Internationals Filmfestival Freiburg.
http://www.filmcoopi.ch
Website der Filmdistributionsfirma Filmcoperative, Zürich.
http://www.asianfilms.org
Informative Seite zum Filmgeschehen in China, India, Japan, Korea und Taiwan, unter der Mitwirkung des “Centers for East Asian Studies” der University of Southern California, mit Filmverzeichnissen, Links und Veranstaltungshinweisen weltweit.
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| BASEL - BERN - ZÜRICH
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Region Basel
http://www.kultkino.ch
Website der vier Studiokinos Ateiler, Camera, Club und Movie.
http://www.stadtkinobasel.ch
Website des Stadtkino Basel, mit vielen Retrospektiven und Reprisen.
Region Bern
http://www.cinematte.ch
Kino und Restaurant in einem, und das alles an direkt an der Aare in Bern.
http://www.kinokunstmuseum.ch
Das Kino des Kunstmuseums Bern nimmt ab dem 16. November 2003 seinen Betrieb wieder auf. Im Programm finden sich thematische Filmreihen mit aktuellen wie älteren Werken.
Region Zürich
http://www.kulturinfo.ch
Webseite zum aktuellen Kinogeschehen in der Stadt Zürich.
http://www.filmpodium.ch
Thematische Filmreihen des Filmpodiums Zürichs im Schiffsbau.
http://www.orientkino.ch
Website des Kino Orient in Wettingen (AG), mit dem etwas anderen Filmprogramm.
http://www.xenix.ch
Website des Kinos Xenix (Zürich), mit spannenden Film-Retrospektiven, insbesondere mit Werken aus Asien. |
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Iran - Frontier Blues
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FRONTIER BLUES spielt im Norden Irans und erzählt die Geschichte von vier Männern, die sehnlichst darauf warten, dass in ihrem Leben etwas passiert. „Willkommen im Land von Liebeskummer und Traktoren“, fasst einer der Figuren die Ausgangslage des herrlich lakonischen Films zusammen. In statischen Einstellungen und fotografischen Inszenierungen entwirft Babak Jalali das skurrile Tableau einer Grenzregion, die in Perspektivlosigkeit zu erstarren scheint. Ein amüsant-melancholisches Stück Kino über den Sinn menschlicher Träume, das an Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch erinnert.
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Arrangierte Liebe, 2010
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In der tamilischen Kultur suchen traditionellerweise die Eltern nach einem passenden Ehepartner für ihre Kinder. “Liebeshochzeiten” hingegen gelten als gesellschaftlich weniger akzeptiert. In der Schweiz lebende Tamilen setzen den Brauch der “arrangierten Ehe” meist fort. Die hier Aufgewachsenen werden dabei mit gegensätzlichen gesellschaftlichen Idealbildern konfrontiert. Anhand von drei Porträts zeigt der Film, welche Vorstellungen und Meinungen junge tamilische Paare haben und welche Konflikte entstehen können.
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Luck By Chance - Zoya Akhtar - Indien 2009
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Erfrischende Liebesgeschichte, üppiges Bollywoodepos und satirischer Film-im-Film:
In Mumbai, dem indischen Pendant zu Hollywood, sind zwei blutjunge Studenten auf der Suche nach ihrer ersten grossen Filmrolle. Während Vikram über etwas Bühnenerfahrung verfügt, punktet Sona vor allem mit makelloser Schönheit. Nachdem die ersten Gehversuche in der Traumfabrik enttäuschend verlaufen sind, eröffnet sich Vikram unverhofft die Chance, in einer Bollywoodproduktion die männliche Hauptrolle zu übernehmen. Voller Enthusiasmus und Charme stürzt sich der junge Mann in das Abenteuer – und lernt auf dem Set nicht nur die Tücken des Filmemachens, sondern auch die Verführungskraft der Frauen kennen.
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TransAsia Express
Özay Sahin & Manuel Übersax, Dokfilm, Schweiz 2009
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Ein Roadmovie auf Schienen. Die beiden Filmemacher begleiten den Istanbuler Musiker Hemo (Ahmet öztürk) auf seiner Zugreise von Istanbul nach Teheran. Hemo will dort sein altes persisches Saiteninstrument reparieren lassen. Die verschiedenen Eindrücke, die Hemo auf seiner ersten Reise in den Iran macht, vermischen sich mit dem alltäglichen Gerede, den Weisheiten der Zugsbekanntschaften und anderen kleinen Begebenheiten, die man auf Achse erlebt. Daraus entsteht ein charmanter Reisefilm mit teilweise absurden Dialogen, die durch die Sprachenvielfalt der Mitreisenden entstehen. Der Film ist unterlegt mit anatolischer Musik, in der die Freiheit, die Religion und die iranisch-türkischen Fremdbilder thematisiert werden. Das Politische schwingt trotz der Leichtigkeit mit, unter anderem durch kurze Einspielungen aus dem iranischen Fernsehen oder durch das Gespräch mit einem jungen Mann aus der iranischen Stadt Shiraz, Angehöriger der im Iran nicht anerkannten Bahai-Religion, der das Land verlassen muss.
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Nomad's Land - Sur les traces de Nicolas Bouvier
Gaël Métroz, Dokumentation/Abenteuer, Schweiz 2008
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Der junge Schweizer Regisseur Gaël Métroz reist allein - Kamera in der Hand, den Rest im Rucksack - auf den Spuren des Genfer Schriftstellers Nicolas Bouvier. Seine Reise führt von der Türkei nach Afghanistan und über Indien nach Sri Lanka. Dabei wird ihm bewusst, dass der Orient nicht mehr die Sorglosigkeit der 50er Jahre ausstrahlt, die der Autor in seinem Werk «Die Erfahrung der Welt» so wunderbar beschrieben hatte. Also verlässt der Regisseur die von Bouvier vorgezeichneten grossen Achsen und folgt stattdessen den Seitenwegen nomadisierender Völker. Erst indem er seine eigene Route wählt, offenbart sich Gaël Métroz die Philosophie des Reisens, die Bouvier derart in den Bann gezogen hatte.
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Tokyo Sonata
Kiyoshi Kurosawa, Drama, Japan/Niederlande 2008
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Die Sasakis sind eine ganz gewöhnliche Familie in Tokyo. Vater Ryuhei widmet sich mit Leib und Seele seiner Arbeit. Seine Frau Megumi hat ihre Arbeit aufgegeben, um den Haushalt zu führen und die beiden Kinder zu betreuen. Der ältere der Buben ist Takashi. Er besucht das College und macht der Mutter das Leben nicht einfach. Der jüngere, Kenji, ist ein sensibler Junge und steckt noch in der Primarschule. Eines Tages verliert der Vater seine Anstellung. Er erzählt seinen Söhnen und der Frau nichts davon, packt weiterhin jeden Morgen seine Aktentasche und macht sich auf den Weg zu seiner nunmehr fiktiven Arbeit. Allmählich tauchen aber Brüche in der vermeintlichen Normalität der Familie Sasaki auf, und wir werden Zeugen, wie jedes Mitglied der Familie zumindest vorübergehend durchdreht.
Weitere Informationen unter:
www.trigon-film.ch
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Wonderful Town
Aditya Assarat, Drama, Thailand 2008
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Takua Pa ist eine kleine Stadt im Süden Thailands. Der Tsunami hat ihr Aussehen grundlegend verändert. Seine Folgen prägen das Leben. Der junge Architekt Ton reist an, um am Wiederaufbau mitzuwirken. Er nimmt ein Zimmer im kleinen Hotel vor Ort und lernt Na und ihr sanftes Lächeln kennen. Der junge thailändische Filmemacher Aditya Assarat erzählt die ganz zurückhaltende, zärtliche Liebesgeschichte, die sich da anbahnt -- und die nicht allen passt. Ein starker Erstling aus Südostasien und ein Stück Erinnerungsarbeit aus dem Ferienparadies.
Weitere Informationen unter:
www.trigon-film.ch
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OPERA JAWA
Garin, Nugroho, Musical, Österreich/Indonesien 2006
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Das Ramayana ist eine der am meisten gelesenen Geschichte der Welt und Opera Jawa die Umsetzung einer der bekanntesten Episode des gesamten Ramayanas mit dem Namen "Sinta Obong" (Die Entführung Sintas). Sie ist wegen ihrer Einfachheit so beliebt; es geht um verschiedene Formen von Widersprüchen und Konflikten zwischen menschlichen Charakteren. Das heisst zwischen Verrat und Treue, zwischen dem Verlangen zu geben und dem Drang zu kontrollieren, zwischen der Herrschaft des Körpers und der Aufopferung der Seele, zwischen Wutgefühlen und der Fähigkeit, Selbstbeherrschung zu zeigen.
Die Geschichte "Sinta Obong" dreht sich um Sinta und ihre Beziehung mit Rama und Rahwana; sie beschreibt die Situation einer Frau, die hin- und hergezogen wird zwischen zwei einander gegen überliegenden Polen einer von Männern dominierten Welt. Es macht den Anschein, als wäre Sinta ein Stück Land, bewacht und kontrolliert, genährt, und dennoch gibt sie Anlass zu Zweifeln.
www.trigon-film.ch
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DER MONGOLE
Sergei Bodrov, Drama, Deutschland/Kasachstan/Russland 2006
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Die Geschichte des legendärsten Stammesführers aller Zeiten: Dschingis Khan.
Sommer 1172. Der junge Dschingis Khan findet im Mongolenmädchen Borte seine grosse Liebe. Eine leidenschaftliche Liebe, die Jahre voller Leid und Gewalt überstehen wird. Die Entführung von Borte durch einen verfeindeten Stamm ist für Dschingis Khan eine Kriegserklärung. Er zieht in einen waghalsigen Kampf und erkennt seine Bestimmung: Er muss als Khan aller Mongolen sein Volk vereinen und in eine sichere Zukunft führen.
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KHADAK
Peter Brosens/Jessica Hope Woodworth, Drama, BE/D/NL 2006
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In den eisigen Steppen der Mongolei lebt Bagi, ein junger Nomade, der über besondere Kräfte verfügt: Er kann Tiere über weite Entfernungen hören. Als er eines Tages ein verlorenes Schaf wieder findet, wird er plötzlich von einer dunklen Vorahnung und einem epileptischen Anfall heimgesucht. Eine Schamanin prophezeit ihm daraufhin, dass sein Schicksal sei, eines Tages selbst Schamane zu werden.
Kurz darauf rollen Militärpanzer durchs Dorf: Eine seltsame Plage hat die Gegend erfasst. Während die Tiere gnadenlos geschlachtet werden, müssen die Nomaden in Bergbaudörfer umsiedeln und die ländliche Idylle aufgeben. Ihrer Wurzeln beraubt, fügen sie sich widerwillig in ihr neues, trostloses Leben. Bagi vertreibt sich die Zeit damit, Zeitungen auszutragen, bis er eines Tages durch Zufall der schönen Kohlendiebin Zolzaya das Leben rettet. Gemeinsam entdecken sie, dass die Plage eine Lüge war, um das Nomadentum auszurotten. Fest entschlossen nehmen sie ihr Schicksal selber in die Hand.
Quelle: www.cineworx.ch
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HANA YORI MO HANO
Hirokazu Koreeda, Action/Komödie/Drama, Japan 2006
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Ein junger Samurai hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Edo (dem heutigen Tokyo), um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat. Er wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus in einem armen Quartier der Stadt Edo. Seine Nachbarn in den sogenannten Reihenhäusern sind nette Leute, die nicht mal davon zu träumen wagen, dem sie umgebenden Elend zu entkommen. Der kleinstädterische Samurai freundet sich mit unterschiedlichen Charakteren an, wie zum Beispiel einem Säufer, einem erfolglosen, unwichtigen Möchtegern-Beamten, einem Lumpenhändler, einem lebhaften Mädchen, einem Doktor und einem Schreiber. Mit der Zeit entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Sozaemon und der schönen Witwe Osae. Seine Aufgabe, den Feind seines Vaters zu suchen und sich an ihm zu rächen, hat er zwar nie vergessen; Osae und ihr Sohn vermitteln ihm jedoch ein Gefühl der Wärme und lassen ihn an seiner Pflicht des Racheakts zweifeln. Als der Samurai und seine Freunde mit der Zeit jedoch entdecken, dass ein bedeutungsvolles Leben schöner und reicher ist, als der sinnlose Tod als Krieger, beginnen sie, den Aufzug ihres Lebens zu planen.
Quelle: www.cineman.ch
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NIGHT TRAIN (Ye Che)
Yinan Diao, Drama, V.R. China 2007
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Die 30-jährige Wu Hongyan arbeitet im Gericht der Provinz Shaanxi in China, wo sie ausschliesslich zum Tode verurteilte Frauen hinrichten muss. Trotz ihrer makabern Arbeit steigt Wu Hongyan jedes Wochenende in den Zug und fährt in eine benachbarte Stadt, wo sie an einem organisierten Abendprogramm eine Ehe-Agentur teilnimmt. Ihre Liebesabenteuer sind mittelmässig, bis sie den misteriösen Li Jun trifft. Sie weiss jedoch noch nicht, dass Li Jun der Ehemann derjenigen Frau ist, welche Wu Hongyan als Letzte hingerichtet hat.
Weitere Informationen unter: www.trigon-film.org
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"PHÖRPA - THE CUP" (Als Buddha den Fussball entdeckte)
Khyentse Norbu, Spielfilm, Bhutan/Australien 1991
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In einem tibetisch-buddhistischen Kloster am Fuße des Himalaja erwarten der Abt Khempo und Geko zwei Jungen aus Tibet. Als Nyima und Palden unversehrt eintreffen, ist die Freude groß. Feierlich werden die beiden im Kloster aufgenommen und in das Leben der Mönche eingeführt.
Doch selbst in der Abgeschiedenheit des Klosters klopft die Welt ans Tor: das Fußballfieber hat die jungen Mönche erfaßt, allen voran den 14-jährigen Orgyen, Paldens gewitzten Zimmergenossen. Spät nachts stehlen sich Orgyen und seine Freunde aus dem Kloster, um im Dorf die Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen. Beim Halbfinale werden sie in flagranti von Geko ertappt. Das Endspiel rückt in schier unerreichbare Ferne. Aber die Fussballnarren geben sich noch nicht geschlagen.
Quelle: www.cineman.ch
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"10 FRAGEN AN DEN DALAI LAMA"
Rick Ray, Dokumentation, USA 2006
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Vor der Kulisse eines exotischen Landes wird einem einsamen Filmemacher eine Stunde eingeräumt, um dem 14. Tibetischen Dalai Lama 10 Fragen zu stellen. Seltenes historisches Bildmaterial und Aufnahmen im Landesinnern verwebend erzählt 10 QUESTIONS FOR THE DALAY LAMA die Geschichte zwischen den persönlichen Beobachtungen eines Reisenden, die erschütterte Begebenheiten einer Exilregierung und das Leben und die Weisheiten eines der herausragendsten spirituellen Führern unserer Zeit.
Quelle: www.arthouse.ch
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"THE DRUMMER"
Kenneth Bi, Drama, Deutschland/Hong Kong, Taiwan 2007 (ab 15.05.08)
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Sid, Schlagzeuger und Sohn eines Gangsterbosses, muss bei Nacht und Nebel aus Hongkong fliehen. Denn ein Konkurrent seines Vaters, dem er in die Quere gekommen ist, bedroht sein Leben. Sid versteckt sich in den Bergen von Taiwan, wo er einer Gruppe von professionellen Zen-Trommlern begegnet.
Beeindruckt von ihrer Kunst, ihrer Philosophie und ihrer Lebensweise schliesst er sich ihnen an. Zunächst verhält er sich so unzähmbar und trotzig wie sein Vater. Allmählich begreift Sid, dass ein Trommler zu sein mehr bedeutet, als auf ein Instrument zu schlagen. Da plant die Gruppe eine Welttournee. Ihre erste Station: Hongkong...
«The Drummer» ist eine beeindruckende und überzeugende Mischung aus Gangsterfilm und spiritueller Reise. Mit Jaycee Chan, dem Sohn der Leinwandlegende Jackie Chan, und der international gefeierten taiwanesischen Trommel-Gruppe Utheatre.
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"THE KITE RUNNER"
Marc Forster, Drama, USA 2007
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Die Drachen am Himmel Afghanistans markieren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre und mit den beiden unzertrennlichen Freunden Amir und Hassan. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, was den Beginn vom Ende ihrer Freundschaft bedeutet. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in seine Heimat und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.
Regiestar Marc Forster ("Monster's Ball", "Stranger than Fiction") erweckt Khaled Hosseinis gefeierten Bestseller "Drachenläufer" zu bewegendem Leinwandleben - die dramatische Rückkehr eines Mannes in seine gleichsam vertraute wie fremde Heimat.
Quelle: www.arthouse.ch
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"PURE COOLNESS"
Ernest Abdyjaparov, Drama, Kirgistan 2007
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Kirgistan ist ein Land der Sehnsucht, eine Landschaft der Träume. In Kirgistan leben aber auch fragwürdige Traditionen weiter. Wer es schafft, die Braut eines Anderen vor der Heirat zu entführen, der darf sie behalten. Ernest Abdyjaparov (Saratan) erzählt davon und kehrt die Sache in einer Verwechslungsgeschichte um, um das Absurde zu betonen. Es ist die falsche Braut, die da entführt wird, eine Städterin, die beim Schafhirten unerwartet ihr Glück findet. Ganz nebenbei erfahren wir viel vom Leben in Kirgistan heute und von den kleinen Träumen, die es prägt. Preisgekrönt an den Festivals von Almaty, Duschanbe, Taschkent und Smolensk: Abdyjaparov erzählt glaubwürdig und heiter.
Quelle: www.trigon-film.org
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"LOVE AND HONOR"(Bushi no ichibun)
Yoji Yamada, Drama/Liebesfilm, Japan 2007
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Kurz nachdem er seinen Posten als Vorkoster angetreten hat, wird Shinnojo blind. Der Fisch, der dem Fürsten des Clans vorgesetzt werden sollte, war vergiftet. Bis zu diesem Ereignis gehörte Shinnojo in einem niederen Rang dem Gefolge des Fürsten an. Als ihm klar wird, dass er nicht nur für den Rest seines Lebens blind sein wird, sondern dass er auch den Dienst bei seinem Herrn aufgeben muss und bis ans Ende seiner Tage auf Hilfe angewiesen sein wird, befällt Shinnojo eine tiefe Melancholie. Nur seiner Frau Kayo gelingt es, ihn von seinem Selbstmordversuch abzubringen. "Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen. Aber bring dich ruhig um. Wenn du es tust, werde ich dir allerdings sofort nachfolgen", entgegnet sie ihm. Gerührt von ihrer Treue, gibt Shinnojo seinen Plan auf. Kurz darauf bittet er Kayo auf Anraten seines Onkels, bei Shimada, dem einflussreichen Verwalter des Guts, vorzusprechen und um Unterstützung zu bitten, da er seinen Dienst nicht mehr erfüllen kann. Im Laufe der Zeit beginnt Shinnojo sich an die Blindheit zu gewöhnen. Als ihm seine Tante Ine das Gerücht zuträgt, Kayo betrüge ihn, ist Shinnojo, der seine Frau liebt und ihr immer vertraut hat, außer sich vor Eifersucht. Er beauftragt seinen alten Diener Tokuhei, Kayo zu verfolgen. Das Gerücht stimmt. Nachdem sie ihren Beobachter bemerkt hat, beichtet Kayo ihren Ehebruch mit Shimada. Der Verwalter hätte ihren Körper als Entlohnung für die Unterstützung Shinnojos verlangt, gesteht Kayo. Shinnojo wirft seine Frau aus dem gemeinsamen Haus. Mit seinem Schwert bereitet er sich auf den letzten Kampf vor.
Quelle: www.arthouse.ch
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PERSEPOLIS
Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud, Trickfilm, Drama, Frankreich 2007
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Basierend auf ihrem eigenen vierbändigen Comic bringt Marjane Satrapi zusammen mit Co-Regisseur Vincent Paronnaud eine sehr persönlich gefärbte Geschichte des Irans ins Kino. Die intellektuelle und lebenslustige Iranerin schafft dabei den Spagat von unterhaltendendem Frauenschicksal und bitterbösem Politfilm. All dies in einem über weite Teile in schwarz-weiss gehaltenem Trickfilm. Persepolis ist mutig, traurig, erhellend, lustig und in seiner Form als einfacher Animationsfilm universell einsetzbar.
Am Gate ihres Fluges von Paris-Orly nach Teheran lässt die Exiliranerin Marjane ihr bisheriges Leben Revue nochmals passieren. Die unbeschwerte Zeit als kleines Mädchen zur Zeit des Schahs. Die ersten Teenagerjahre nach der Machtergreifung durch Ajatollah Chomeini. Ausbildung an der internationalen Schule in Wien. Reuige Rückkehr und Heirat in der Heimat. Scheidung. All dies vor den Umwälzungen von 1978, dem langjährigen Krieg zwischen Iran und dem Irak, und den tyrannischen Regimes, dem sich Marjanes Familie (Mutter, Vater, Grosi und vor allem der Onkel) immer entgegengestellt und trotzdem nie die Lust zu Leben verloren hat.
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TUYA’S MARRIAGE
Regie von Quanan Wang, China, Drama, Romanze, 2006
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Die schöne und standhafte Tuya sorgt alleine für ihren gehbehinderten Ehemann Bater und die gemeinsamen Kinder. Als Tuya erkrankt, beschliesst das Paar, sich scheiden zu lassen, damit Tuya jemanden suchen kann, der ihr hilft, die Familie zu versorgen. Die Anwärter sind zahlreich, doch keiner möchte sich um Bater kümmern, so wie Tuya es wünscht.
Ein bildstarker Film über das bäuerliche Leben in den ländlichen Regionen Chinas am Rande der schnelllebigen Gesellschaft.
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SUMMER PALACE
Regie von Lou Ye, China/Frankreich, Drama, 2006
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China 1989 – das Jahr der Studentenunruhen. Die junge Yu Hong zieht aus der Provinz nach Peking, um ihr Studium zu beginnen. Trotz strenger Kontrolle des kommunistischen Regimes, ist das Studentenleben in der Hauptstadt aufregend und ausschweifend. An der Universität findet Yu Hong in Zhou Wie ihre erste grosse Liebe und erlebt mit ihm eine leidenschaftliche Beziehung. Doch bald wird aus sexuellem Verlangen ein gefährliches Spiel aus Anschuldigungen, Untreue und gegenseitigen Provokationen.
Währenddessen spitzen sich auch die Proteste der chinesischen Demokratiebewegung zu. Und für das krieselnde Liebespaar wird das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens nicht nur zu einem politischen, sondern auch zu einem persönlichen Wendepunkt.
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BE WITH ME
Regie von Eric Khoo, Singapur 2005
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Häufig kommen große Filme ganz sanft und leise daher, fast unauffällig entwickeln sie ihre Kraft und Ausstrahlung von innen heraus, still und ohne viel Aufsehen. Dafür umso nachhaltiger. “Be With Me” vom bei uns viel zu wenig bekannten Eric Khoo aus Singapur ist ein solcher Film: Die stille filmische Perle erregte bei ihrer Uraufführung in Cannes erstmals Aufsehen, einfach so. Der Film lässt uns drei verschiedene fiktive Lebensfäden und die reale Figur einer Taubblinden betrachten. Es geht um so zentrale Elemente des Lebens wie Liebe, Hoffnung und Schicksal. Der Star von “Be With Me” ist Theresa Chan, die seit 50 Jahren ohne Gesichts- und Gehörsinn lebt und eine wohltuende Kraft ausstrahlt. Rein formal betrachtet sind es drei Episoden. Die Figuren führen getrennte Leben, was sie verbindet, ist ihr Wunsch, mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein.
www.trigon-film.ch
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DREAMING LHASA
Regie von Ritu Sarin, Tenzing Sonam, Indien/Grossbritannien, 2005
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Karma (Tenzin Chokyi Gyatso), eine tibetanische Regisseurin aus New York, kommt nach Dharmsala. Dharmsala ist eine kleine Stadt im hinteren Himalaya Gebiet. Dies ist der Ort an dem sie ihren Film über frühere politische Gefangene, die aus Tibet geflüchtet sind, dreht. Geschichten über Mut, Leiden und kulturelles Verständnis kommen zum Vorschein. |
OFFSIDE
Regie von Jafar Panahi, Iran 2005
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Ein Mädchen aus den Straßen Teherans hat sich als Junge verkleidet, um verbotenerweise im Fußballstadion das entscheidende Spiel der Nationalmannschaft um die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland gegen Bahrain zu verfolgen. Der weibliche Fan wird erkannt und festgenommen. Mit einer Reihe anderer junger Frauen, die man erwischt hat, wartet es unter der Aufsicht junger Wehrpflichtiger das Spielende ab, um bestraft zu werden.
Vom Mut dieser fußballbegeisterten Iranerinnen, trotz aller Verbote und Strafandrohung mit allerhand Tricks als Männer verkleidet ins Stadion zu kommen, erzählt Jafar Panahi, der sich in seinen früheren Filmen schon oft den sozialen Dilemmata der modernen iranischen Frau gewidmet hat. Diesmal stehen seine Chancen, dass ein Film von ihm erstmalig in den iranischen Kinos laufen wird, gar nicht einmal schlecht. Denn "Offside" ist eine Komödie, die die Zensur mit dem Thema der weiblichen Emanzipation zwar kitzelt, aber keineswegs über die Maßen provoziert. Haben seine Hauptdarstellerinnen doch keineswegs Revolutionäres, sondern nur Fußball im Kopf; treten sie doch mit ihren Bewachern, bei denen es sich um iranische Wehrdienstpflichtige aus allen Teilen des Landes handelt, in einen zunächst angespannten, aber doch insgesamt friedlichen Dialog, der auch ihre jungen Bewacher allmählich schmelzen lässt. In den Wortscharmützeln, die sich zwischen den jungen Teheranerinnen und ihrem Aufseher, einem Bauern, abspielen, weiß Panahi die ganze Absurdität der künstlich aufrecht erhaltenen Geschlechtertrennung bloßzustellen. Als ein Mädchen endlich die Erlaubnis erhält, mit einem Bewacher auf die Toilette zu gehen, fertigt dieser schnell noch eine Gesichtsmaske für sie mit FC-Bayern-Mittelfeldspieler Ali Karimi, Irans derzeit berühmtesten Fußballexport, als Konterfei. Immer wieder stichelt Panahi, stellt die Paradoxien der modernen iranischen Gesellschaft bloß, um gleichzeitig doch der politischen Führung ein eher humanitär, denn politisch gesinntes Dialogangebot zu unterbreiten. Schließlich will sich die Jugend nur amüsieren und nicht revoltieren.
(Quelle: www.arte-tv.com; Martin Rosefeldt)
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SEASON OF THE HORSE - JI FENG ZHONG DE MA
Regie von Cai Ning, China, 2005
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Die mongolischen Viehzüchter, einst das stolze Symbol einer jahrhundertealten Nomadenkultur, werden mit den unerbittlichen Entwicklungen der modernen Welt konfrontiert. So auch der stolze Urgen, der mit Frau, Sohn und seinem alten, treuen Gaul in den weiten Steppen der Inneren Mongolei lebt. Er muss mit ansehen, wie das Weideland austrocknet und die moderne, chinesische Zivilisation den Nomadenalltag mit Gesetzen, Regeln und Stacheldraht immer stärker bedroht. Durch die anhaltende Dürre verenden seine Schafe allmählich und das Einkommen reicht nicht mehr, um die kleine Familie zu ernähren und den Sohn zur Schule zu schicken. Trotzdem weigert er sich, wie viele andere in die Stadt zu ziehen. So gerät er immer mehr in Streitereien mit Freunden, Nachbarn, Behörden und nicht zuletzt mit seiner Frau. Sie ist praktischer orientiert und überlegt sich, wie sie Geld für die Schule des Knaben beschaffen könnte. Doch Urgen beteuert, er würde eher sterben, als sein treues Pferd zu verkaufen oder am Strassenrand Jogurt zu verkaufen.
Der bekannte mongolische Schauspieler Ning Cai ist in der Inneren Mongolei - die heute zur Volksrepublik China gehört - geboren und aufgewachsen. Er studierte Schauspiel an der Theaterakademie in Shanghai und Regie an der Beijinger Filmakademie. In seiner ersten Regiearbeit «Season of the Horse» spielt er auch gleich die Rolle des unbeugsamen Hirten Urgen, für welchen die Aufgabe der traditionellen Lebensweise undenkbar scheint. Ning schafft ein unsentimentales und überzeugendes Porträt einer mongolischen Hirtenfamilie zwischen Tradition und Moderne. Seine kraftvollen und poetischen Bilder sind eine Hymne an eine uralte Kultur und endlos schöne Landschaft.
Weitere Informationen: www.trigon-film.org
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SARATAN - SOMMERSONNENWENDE
Regie von Ernest Abdyjaparov, Kirgisistan, 2005
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Ernest Abdyjaparov lässt uns in seiner herrlich skurrilen Komödie in die Atmosphäre eines entlegenen kirgisischen Dorfes eintauchen, das die Situation des ganzen Landes zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verkörpert. Lakonisch erzählt er uns, wie alle in diesem bizarr anmutenden Mikrokosmos zwischen Politik und Religion, Tradition und Moderne mit dem Leben zurechtzukommen suchen. Er lässt wunderbare Figuren aus dem Alltag auftreten auf der Bühne dieses Landstrichs.
Burlesker Alltag in Zentralasien
In einem kirgisischen Dorf herrscht grosse Unzufriedenheit: Renten werden zurückgehalten, Gelder fliessen nicht wie erwartet, jeder versucht seine eigenen Geschäfte zu regeln, notfalls auch unter der Hand, der Kommunismus findet noch immer Anhänger und regel-mässig ist der Viehdieb am Werk, dem dann der Dorfpolizist nachstellt. Dass das alles nicht viel mit Gerechtigkeit zu tun hat, er-scheint den Dorfbewohnenden offenkundig, und so tragen sie es ihrem Dorfverwalter re-gelmässig vor. Ihr Glaube an bessere Zeiten ist schwach wie der Glaube an einen gerechten Gott. Ob Allah oder Jehova, man gibt sich lieber irdischen Vergnügen hin. Trotz Wehmut und Klagen geht der Alltag seinen lockeren Gang. Die einen schaffen es auch, stärker davon zu profitieren. In seinem erfrischend burlesken Spielfilmdebüt «Saratan» erzählt der Kirgise Ernest Abdyjaparov episodenartig aus diesem Leben, taucht ein in den Alltag und lässt diesen sich selber und aus sich heraus ad Absurdum führen. Es ist eine spürbare Liebe zu allen Figuren mitsamt ihren Schwächen. Wir erhalten über die Erzählung und Betrachtungsweise einen wunderbaren Einblick in die entlegene Region.
Weitere Informationen: www.trigon-film.org
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ANGRY MONK (Luc Schaedler, 2005, Schweiz) |
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Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter Mönche — nur einer legt sich quer: Gendun Choephel heisst der streitbare Mönch, der sich 1934 vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne aufbricht. Er ist ein Rebell, der die Gemüter der tibetischen Obrigkeit erhitzt. Ein reinkarnierter Lama, der auch die Frauen und den Alkohol liebt. Ein Freigeist, der seiner Zeit weit voraus ist und heute zu einem Hoffnungsträger für ein freies Tibet geworden ist.
Die cineastische Zeitreise nimmt die Lebensgeschichte dieses unorthodoxen Mönchs zum Anlass, um ein Bild von Tibet aufzudecken, das gängigen Klischees zuwiderläuft. Zahlreiche verblüffende und seltene historische Aufnahmen werden hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Elegant und überraschend verwebt der Film Damals und Heute: Archivbilder von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln sich ab mit Szenen von Discos und Bildern von mehrspurigen Schnellstrassen in Lhasa, wo Pilger sich niederwerfen, um ihr Heiligtum zu umrunden.
ANGRY MONK gibt einen aktuellen und faszinierenden Einblick in ein Land, dessen schicksalhafte Vergangenheit sich im heutigen Alltag — vielfältig und widersprüchlich — spiegelt.
Das Roadmovie erzählt von einem, der auf ausgedehnten Reisen nach etwas sucht, was das alte Tibet aus seiner Erstarrung lösen könnte. Der Querdenker Gendun Choephel bleibt stets offen für das Neue. Er ist fremd in der Heimat und heimatlos in der Fremde — ein Wanderer zwischen den Welten.
(Quelle: www.angrymonkthefilm.ch )
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THE GIANT BUDDHAS (Christian Frei, 2005, Schweiz) |
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Im März 2001 wurden im abgelegenen Bamiyantal in Afghanistan zwei riesige Buddha-Statuen in die Luft gesprengt. Das Drama um die alten Steinkolosse - einzigartige Zeugnisse einer Hochkultur, die bis zum 13. Jh. entlang der Seidenstrasse blühte - ist Ausgangspunkt eines filmischen Essays über Fanatismus und Vielfalt, Terror und Toleranz, Ignoranz und Identität. Der Film ist eine Reise entlang jener facettenreichen Linie, die Menschen und Kulturen gleichermassen trennt und verbindet.
(Quelle: www.giant-buddhas.com )
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TWO GREAT SHEEP - Hao Da Yi Dui Yang (Liu Hao, 2004, V.R. China) |
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Nach Chen Mo & Meiting, seinem erfolgreichen Filmdebut, vertauscht der in Shanghai geborene Filmregisseur Liu Hao die urbane Perspektive mit einer ländlichen Sicht. Two Great Sheep ist ein warmer, neorealistischer und ein politisch feiner Blick auf das soziale und ländliche Leben in China. Ein armer Bauer kommt auf geheimnisvolle Art und Weise zu zwei wunderschönen Schafen. Die Tiere sind scheinbar vom Himmel gesandt, will heissen von den Gemeindeverwaltern, um des Bauern Leben zu erleichtern und um die wirtschaftliche Lage des Dorfes zu verbessern. Doch alles wird durch die kapriziösen Tiere nur noch schwieriger, und es braucht des Bauern ganze Weisheit und naive Sturheit, um aus der harten Situation das Beste herauszuholen.
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KEKEXILI - Mountain Patrol (Lu Chuan, 2004, V.R. China) |
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Ga Yu, ein Journalist aus Beijing, will im mystisch anmutenden Lager der Bergpatrouille von Kekexili die Gründe für das geheimnisvolle Verschwinden von freiwilligen Helfern und für das illegale Jagen der tibetischen Antilopen aufdecken. Auch will er den Gerüchten nachgehen, die Bergpatrouille würde mit den Wilderern kooperieren. Ga Yu schliesst sich der Patrouille auf ihrem Weg durch eine 40.000 Quadratkilometer grosse Wildnis an. Die Wilderer sind wie Gespenster in dieser unbewohnten Landschaft und verfolgen die Mitglieder der Patrouille wie dunkle Schatten, die auf den richtigen Moment für ihren tödlichen Angriff warten. Die Jäger werden zu Gejagten. Anfangs verhält sich Ga Yu wie ein Beobachter, blickt distanziert durch die Optik seiner Kamera. Doch allmählich erfährt er, dass dies kein gewöhnlicher Patrouillengang ist, sondern eine Reise auf Leben und Tod, angesiedelt und grossartig fotografiert in einer absolut packenden Berglandschaft in breitem Cinemascope. Ein Film, den man so schnell nicht mehr vergisst.
Weitere Informationen unter: www.trigon-film.org .
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TURTLES CAN FLY (Bahman Ghobadi, 2004, Iran/Irak) |
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Die Bewohner eines Dorfes im irakischen Kurdistan suchen dringend nach einer Parabolantenne, um die Nachrichten empfangen zu können. Denn in wenigen Tagen soll die USA in den Irak einmarschieren. Dann erregt ein Flüchtlingsjunge mit seinen Prophezeiungen einiges Aufsehen...
TURTLES CAN FLY ist mehrfach ausgezeichnet, ein eindringliches Märchen über Menschlichkeit und Hoffnung.
Weitere Informationen unter: www.frenetic.ch
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NOBODY KNOWS (Kore-eda Hirokazu, 2004, Japan)l |
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Der Film, der in Cannes sämtliche Herzen auf Anhieb erobert hat und die Cinéphilen in den hellsten Tönen schwärmen liess. Dabei ist die Geschichte des Films eine denkbar einfache. Eine Mutter hat vier Kinder, zwei Jungen und zwei Mädchen. Jedes Kind hat einen eigenen Vater, aber von den Herren ist keiner anwesend. Und die Mutter zieht sich auch bald zurück, um Geld zu verdienen. Sie lässt die vier Kinder in einer kleinen Wohnung allein, betreut vom Ältesten, der als einziger nach draussen gehen darf - die Mutter hatte die Wohnung nämlich nur für sich und ein einziges Kind mieten können. Vier Jahreszeiten ziehen vorüber und eine Kindergeschichte, wie man sie selten zu sehen bekommen hat im Kino.
Weitere Informationen unter www.trigon-film.org .
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| NICOLAS BOUVIER: 22 HOSPITAL STREET (Christoph Kühn, 2005, Schweiz) |
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Reisen war Nicolas Bouviers Leidenschaft. Er erkundete den Balkan und halb Asien, bis er 1955 auf Ceylon zum Stillstand kam. Der Genfer Reiseschriftsteller wurde krank und war quasi neun Monate an sein Zimmer gefesselt. 50 Jahre danach ist Christoph Kühn seinen Spuren gefolgt.
Weitere Informationen: http://www.columbusfilm.ch
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KRIEG DER KULTUREN - Unterwegs mit Ulrich Tilgner, Eine Reise von Jerusalem nach Kabul |
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Der vom Schweizer Fernsehen produzierte Dokumentarfilm begleitet den Nahostkorrespondent Ulrich Tilgner auf seiner Reise von Jerusalem bis Kabul. Auf seiner Reise durch Israel, Palästina, Irak, Iran und Afghanistan begegnet Tilgner den verschiedensten Menschen, und zeichnet an deren Schicksal die tiefen Wunden nach, die insbesondere die jüngste Geschichte dieser kulturell so reichen Region beschert hat. Ein einfühlsames Plädoyer gegen den derzeitigen Kreuzzug der USA im Namen der Demokratie, und eine hervorragende Einstimmung für Reisen in die reichen Länder des Nahen Ostens und Zentralasiens. Der dreiteilige Dokumentarfilm ist als DVD im Onlineshop des Schweizer Fernsehens erhältlich.
( www.sfdrs.ch)
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| AFSANEH-E ESHGH - Leben, Liebe und Legende (Farhad Mehranfar, 2001, Iran) |
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Kurdistan ist ein bergiges Gebiet, das sich auf verschiedene Länder verteilt und kein eigenes sein kann. Leben und Legende reichen sich in diesem Spielfilm von Farhad Mehranfar, der im iranischen Teil von Kurdistan entstanden ist, die Hand. Diese archaische Bergwelt mit seinen Tälern und Bergdörfern, Schluchten und Strassen, ist seit langen Zeiten umkämpft. Die junge Ärztin Khazar beginnt in ihrer iranischen Heimat eine lange Reise durch das zerklüftete Kurdistan, um ihren Geliebten Horam zu finden. Diesen hatte sie während der Studienzeit in der Stadt kennengelernt. Er ist nach Abschluss seiner Ausbildung zu seinem Volk in die Berge gezogen und arbeitet hier in einem Bergdorf als Arzt.
Khazars Reise gerät zu einer Suche, auf der sie sich durch lokale Rituale und fabelhafte Vorstellungen bewegt, vordringt in die Höhen wie die (inneren) Tiefen einer Landschaft, in der Figuren auftauchen und verschwinden und bald einmal unklar scheint, was nun wirklich und was erträumt ist. Leben und Legende werden eins in diesem Film von Farhad Mehranfar, der es versteht, uns eine reiche Welt von Zeichen vor Augen zu führen und hinein zu geleiten in eine unbekannte Bergwelt und den wohlbekannten Wunsch von Menschen: Frei zu sein und selber über das Schicksal ihrer Gemeinschaft bestimmen zu können. Faszinierend die Bergwelt in vielerlei Facetten: Zum einen bietet sie natürlichen Lebensraum, gleichzeitig ist sie in ihrer Unübersichtlichkeit ein Versteck. In der Landschaft spielt sich das Leben ab, die Landschaft hat aber auch ihre Legenden hervorgebracht. Egal, wie entlegen ein Dorf auch sein mag, der Konflikt ist präsent, der mit dem Leben der Menschen hier eigentlich nichts zu tun hat, weil sie in bescheidenen Verhältnissen ja ganz einfach friedlich und sich selber sein möchten.
(Text: http://wwww.kinothusis.ch)
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| THE QUIET AMERICAN (Phillip Noyce, 2002, Australia) |
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Saigon 1952: Die Vietnamesen befinden sich gerade auf dem Höhepunkt ihres Kampfes für die Unabhängigkeit gegen die französische Kolonial-Besatzung. Der desillusionierte Times-Korrespondent Thomas Fowler unterhält eine Liebschaft mit der verführerischen und geheimnisvollen Vietnamesin Phuong, als der Mediziner Alden Pyle anreist. Der junge Amerikaner schließt Freundschaft mit dem alternden Journalisten. Doch die Freundschaft wird schnell getrübt, denn Pyle hat ein Auge auf Fowlers Geliebte geworfen und macht dieser ganz ungehemmt und vor den Augen Fowlers Avancen. Als Fowler in den Norden des Landes abreisen muss, lässt er seine Freundin nur ungern mit dem Rivalen zurück...
Starregisseur Phillip Noyce inszeniert diese Menage à trois in atmosphärischen Bildern als Kampf ums Überleben in einer Welt, in der nichts und niemand so ist, wie es scheint. Seine Protagonisten sind gefangen in einem Sog aus Lügen, Leidenschaft und Verrat. Besonders beklemmend durch die Aktualität der Ereignisse wirft der Film auch die Frage auf, wie ein Journalist in Kriegszeiten die berufliche Distanz wahren kann. Nicht nur deshalb wurde der Streifen beim Festival in Toronto als einer der besten Filme gefeiert.
Michael Caine wurde für seine intensive Darstellung des Thomas Fowler für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. In den beiden weiteren Hauptrollen brillieren Brendan Fraser und die attraktive Newcomerin aus Vietnam, Do Thi Hai Yen.
(Text: http://www.rialto.ch)
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| SHAOLIN SOCCER / Shaolin Zujiu (Stephen Chow, 2001, China) |
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Zusammen mit dem innovativen Kampfmönch Sing aus dem Kloster Shaolin entwickelt der einstige Fussballstar Fung unter Einbezug der altchinesischen Kampfkunst eine neue Art des Fussballs. Gemeinsam mit seinen einstigen Weggefährten aus der Klostervergangenheit tritt Sing schliesslich zum Spiel der Spiele gegen die dämonischen Spieler von Fungs Erzfeind an. Zu unrecht hat es der chinesische Komiker-Star Stephen Chow kaum in die westlichen Kinos geschafft. Chow vermengt in seinen Filmen wie kein anderer Gegebenheiten aus dem chinesischen Alltag mit orientalischen Klisches zu einem bunten Feuerwerk absurder Momente. In seinem neusten Werk zieht er zusätzlich sämtliche Register der Tricktechnik, um das Genre des Kungfu-Films würdevoll mit dem runden Leder zu vereinen. Ein Muss für Martial-Art-Jünger wie Fussballfans.
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