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FÜR SIE GELESEN

Ahmad Vincenzo.

Das Buch, das vom Himmel kam.

Piper / Historischer Roman






 
FÜR SIE GELESEN
> Das Buch, das vom Himmel kam Historischer Roman
> In China essen sie den Mond - Ein Jahr in Shanghai. Miriam Collé  
> Expedition Seidenstrasse. Ariane Audouin-Dubreuil  
> Das Haus an der Moschee
 
> Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies
Reportagen, Essays
> 1421. Als China die Welt entdeckte
Sachbuch
> Kaiserin
Roman
> Japanische Chronik
Reiseerzählung
> Die Tore von Damaskus : Eine arabische Reise
Reiseerzählung
> Trotzdem China
Reiseerzählung
> Das Lied des Hoffnung
Roman
> Die Seidenstrasse, Mythos und Gegenwart  
> Die Legenden von Khasak
Roman
> Der Jakubijân-Bau
Roman
> Zur Lage der chinesischen Bauern
Reportage
> Die Spur des Patriarchen
Geschichte einer Familie
 
> Der Weltensammler
Roman
> Die dunkle Seite der Liebe
Roman
> Meine Reisen mit Herodot



Das Buch, das vom Himmel kam
Ahmad Vincenzo  
Historischer Roman 

Dieser Roman erzählt von der Entstehung einer Weltreligion, vom Reichtum der arabischen Kultur und vom steinigen Weg zu Weisheit, Friede und Toleranz. Wie ein Lauffeuer verbreitet sich zu Beginn des siebten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung auf der arabischen Halbinsel der Glaube an einen einzigen Gott. Blutige Glaubenskriege brechen los, und Mohammed sucht Zuflucht in einer friedlichen Oase, wo er den Menschen vom neuen Glauben des Islam berichtet und in dem achtjährigen Zayd einen klugen Anhänger findet. - Der historische Roman wird aus der Sicht eines achtjährigen erzählt und verläuft bis zum Ende spannend und märchenhaft wie eine Geschichte aus 1001 Nacht.
06.05.2010
 


In China essen sie den Mond - Ein Jahr in Shanghai
Miriam Collée  
 

“Jeder hat eine Meinung über China. Unsere Freunde, unsere Eltern, meine alten Kollegen. Und diese Meinung lautet: China ist böse, wir sehen es doch täglich im Fernsehen. Plötzlich kommt mir dies absurd vor. Und - ungerecht. Wie können wir alle eine Meinung haben, ohne dieses Land zu kennen? Was wissen wir denn schon von China? Ich selbst habe ja das Gefühl, kaum etwas darüber zu wissen. Ich bin keine Sinologin, aber ich versuche seit einem Jahr, jeden Tag ein bisschen mehr zu verstehen. Dieses Land kann einen in den Wahnsinn treiben - was es auch jetzt noch mindestens einmal pro Woche tut -, aber meine Güte, es gibt hier so viel mehr als Repression, Politwillkür und Produktpiraterie.”

Miriam, 35, Tobias, 37, und Amélie, 3, ziehen von einem beschaulichen Deutschen Städtchen nach Shanghai. Als einzige Langnasen in einer chinesischer Nachbarschaft werden sie mit den Freuden und Tücken des Chinesischen Alltags konfrontiert.


08.03.2010
 


Expedition Seidenstrasse
Ariane Audouin-Dubreuil  
 

(Mit den ersten Geländewagen von Beirut nach Peking 1931-1032)
Im April 1931 bricht sie auf, die legendäre “Expédition Citroën Centre-Asie”. Gemeinsam unternehmen ihre 24 furchtlosen Forscher und Wissenschaftler den Versuch, erstmals mit Geländewagen quer durch Asien bis nach China vorzudringen. 12'120km auf Pfaden der alten Seidenstrasse durch Wüsten, Steppen und Gebirge. Ein herrlich verwegenes Unternehmen, das unter dem Namen “Croisière Jaune” zu Recht als “eines der entbehrungsreichsten Abenteuer seiner Zeit” gilt.

Ausschnitte aus dem Reisetagebuch von Louis Audouin-Dubreuil, Briefe, Skizzen, Karten und Bilder von der ersten modernen Expeditionsreise auf der Seidenstrasse.


17.09.2009
 


Das Haus an der Moschee
Kader Abdolah  
 

Ein altes Haus im Iran, in Senedjan: Das Haus ist Teil der Moschee und die Moschee ist Teil des Hauses, das war schon immer so. Seit 800 Jahren wohnt hier die Familie des Teppichhändlers Agha Djan. Unter seiner Obhut leben die Menschen in einträchtiger Harmonie - bis die von Teheran und den Aufständen gegen das korrupte Regime des Schahs ausgehende Unruhe auch sie erreicht ... Der Exiliraner Kader Abdolah schildert die lebhaften Geschichten aus dem Alltag einer iranischen Grossfamilie in Zeiten des Friedens und Zeiten des Konflikts. Die zunehmende Konfrontation zwischen radikalen und gemässigten Strömungen im Islam zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das Geschichtengewebe.
07.09.2009
 


Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies
Ryszard Kapuscinski  
Reportagen, Essays, Interviews aus vierzig Jahren

Der polnische Journalist und Reisereporter Ryszard Kapuscinski ist berühmt für seine grossen Reportagen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Europa. Dieses Buch ist eine Sammlung von Reportagen, Essays und Interviews aus seiner vierzigjährigen Tätigkeit. In seinen Reiseberichten erzählt er von wichtigen politischen Ereignissen ohne die Atmosphäre und besonderes der Kultur und Lebensweise eines Landes auszulassen. Das Buch beschreibt Szenen aus einer Kindheit im Polen des zweiten Weltkriegs, Stimmungen und Schwierigkeiten während Revolutionen in Angola, Liberia und im Iran, es berichtet kurz von Aufenthalten in Zürich, New York und Berlin und vielen weiteren Orten und Ereignissen.
03.08.2009
 


1421. Als China die Welt entdeckte
Gavin Menzies  
Knaur / Sachbuch

Chinesische Seefahrer entdecken Amerika - 70 Jahre vor Kolumbus. Sie durchfahren die Magellanstrasse und umsegeln die ganze Welt - 100 Jahre vor Magellan. Sie landen in Australien - 350 Jahre vor Captain Cook. In diesem epochalen Buch liefert Gavin Menzies eine revolutionäre Neudeutung der Geschichte der grossen Entdeckungsreisen und belegt eindrucksvoll, dass das Reich der Mitte die Welt entdeckte - lange vor den Europäern.
07.04.2009
 


Der Buchhändler aus Kabul
Asne Seierstad  
Ein Familiengeschichte. Ullstein Verlag

Seit über 20 Jahren verkauft der Buchhändler Sultan Khan in Kabul seine Bücher. Viele Regime hat er kommen und gehen gesehen: Die Kommunisten verhafteten, befragten und sperrten ihn ein, analphabetische Taliban Krieger verbrannten seine Bücher auf der Strasse. Doch seine Liebe zu Büchern und sein Hass gegen Zensoren treiben ihn an: Überall in der Stadt hat er seine geheimen Lager, in denen er seine Bücher aufbewahrt. Dennoch ist Sultan ein gläubiger Muslim, der nach den strengen Traditionen seines Landes lebt. - Die Journalistin lebt während mehrerer Monate bei der Familie von Sultan Khan und erhält einen einzigartigen Einblick sowohl in die Welt der Männer wie der Frauen dieser Familie. Diese spannende Erzählung gewährt eine intime Einsicht in das Familienleben mit all seinen alltäglichen Sorgen dieser Krisen geschüttelten Region.
05.03.2009
 


An den inneren Ufern Indiens
Ilija Trojanow  
Piper / Reiseerzählung

Der Ganges - Für Inder ist er der Ursprung ihrer Welt, sein Wasser ist heilig und heilend, es wird bis heute an Hindus in der ganzen Welt verkauft. Ilija Trojanow hat den Ganges von der Quelle bis in die grossen Städte bereist, mit dem Boot, mit dem Bus, in überfüllten Bahnen. Er hat die grossen hinduistischen Feste besucht und mit Menschen gesprochen, die wegen der gigantischen Staudämme vor einer ökologischen Katastrophe warnen. Sein farbiger Bericht ist eine Reportage und Erzählung zugleich - über ein Land zwischen uralten Traditionen und einer höchst ungewissen Moderne und über den heiligen Fluss, der Indien über Hunderte von Kilometer durchzieht.
04.02.2009
 


Kaiserin
Shan Sa  
Piper / Roman

Ihr Name wurde geschmäht, ihre Geschichte gefälscht, ihr Gedächtnis gelöscht: Das Mädchen, das in der Tang-Dynastie im siebten Jahrhundert zur einzigen Kaiserin von China und mächtigen Herrscherin über ein Weltreich aufsteigt. Dunkel hingegen sind die Machenschaften und Hofprotokolle in der Verbotenen Stadt. Shan Sa öffnet in diesem Roman die Tore der Verbotenen Stadt zur Zeit der "Roten Kaiserin" und malt ein buntes Bild dieser der Aussenwelt verschlossenen Gesellschaft. Hier werden die feinsten Künste zelebriert, aber auch Intrigen gesponnen und Machtkämpfe brutal ausgefochten.
21.01.2009
 


Japanische Chronik
Nicolas Bouvier  
Lenos Pocket / Reiseerzählung

Während seines Lebens verschlug es den Reiseschriftsteller Nicolas Bouvier immer wieder nach Japan. Japanische Chronik hält unterschiedliche Augenblicke aus verschiedenen Aufenthalten fest. Reisen, Orte, Begegnungen, Kleinigkeiten des Alltags sowie Hintergründe zur Kultur und Geschichte werden geschickt mit persönlicher Reflexion verbunden.
10.12.2008
 


Die Tore von Damaskus: Eine arabische Reise.
Lieve Joris  
Piper / Reiseerzählung
Lieve Joris, eine Europäerin besucht ihre Syrische Freundin Hala und lebt mehrere Monate bei ihr in Damaskus. Sie erzählt von der Familie und dem Leben in Damaskus, von Vorurteilen und Ängsten sowie von Freuden des Alltags. Dieses sehr persönliche Buch gibt einen kritischen Einblick in die Syrische Gesellschaft, die dem Durchreisenden meist enthalten bleibt.
28.08.2008
 


Trotzdem China
Marcel Bergmann.  
Herder
Marcel Bergmann erzählt in diesem sehr persönlichen Bericht von seiner einmaligen Reise nach China. Unterwegs im Rollstuhl trifft er die unterschiedlichsten Menschen, erlebt sowohl unerwartete Überraschungen, wie auch viele Hürden. Er gibt dem Leser einen differenzierten Einblick in dieses aufstrebenden Land. Zwischen den Erzählungen der Reise erfahren wir wie es zum schweren Unfall gekommen ist und wie er mit seiner Behinderung umgeht. Als Sportredaktor des ZDF wird Marcel Bergmann in wenigen Wochen wieder nach China reisen, um die Paraolympischen Spiele zu kommentieren.
http://www.trotzdem-china.com
21.07.2008
 


Das Lied der Hoffnung
Chao-Hsiu Chen  
Rütten & Loening
Die Familiensaga beginnt im alten China zu Beginn des 20. Jahrhunderts und verfolgt die Geschichte der einzelnen Familienmitglieder durch die wirren der Kulturrevolution ins Exil nach Taiwan und schliesslich nach Europa und Amerika. Neben den Ereignissen der Zeit ist die Chinesische Lebenskust und deren jahrtausende alte Tradition, "der Weg des Tees", Zentrum der Erzählung. Manchmal etwas dramatisch, manchmal etwas kitschig ist dies doch eine leichte und spannende Lektüre, die ein positives Bild hinterlässt.
04.06.2008
 


Die Seidenstrasse, Mythos und Gegenwart
Claus Richter, Bruno Baumann, Bernd Liebner  
Piper / Reiseerzälung
Claus Richter, Bruno Baumann, Bernd Liebner. Piper / Reiseerzählung
Das Buch verfolgt die Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Die Neue Seidenstrasse" im 2001. Neben persönlichen Reiseerzählungen schweifen die Autoren immer wieder in die spannende Geschichte der Seidenstrasse ab und geben so einen abwechslungsreichen und interessanten Einblick in den ältesten und berühmtesten Handelsweg der Welt. Ob Sie bereits in diese Region gereist sind oder einen ersten Einblick erhalten möchten, dieses Buch ist auf jeden Fall spannend und zu empfehlen.
07.05.2008
 


Die Legenden von Khasak
O.V. Vijayan  
Insel-Verlag (2004)
„Die Wahrheit ist wie das Licht, durch ein Prisma gebrochen." Zum Prisma der Wahrheit wird für Ravi, der sein Studium der Astrophysik abgebrochen hat, das entlegene südindische Dorf Khasak, in das es ihn als Lehrer verschlägt. Unfreiwillig wird er, als Vertreter der fortschrittlichen Kräfte, in den Streit zwischen den muslimischen und den hinduistischen Lehrern des Dorfes hineingezogen. Aber mehr noch gerät Ravi in den Bann der überall lebendigen Legenden und Mythen; eine magische Reise beginnt. Zu fürchten ist noch immer die Pockengöttin, und verehrt wird noch immer der Schutz- und Ahnherr des Dorfes, der vor Urzeiten mit einer tausendköpfigen Reiterschar hierhergekommen war.
Doch neben den übersinnlichen Bewohnern sind es die Menschen, die zu den »Legenden von Khasak« werden: die schöne Maimuna, die im verwunschenen Bassin bei den alten Moscheen badet, der Palmweinzapfer, der Brunnentaucher, die verstoßene Witwe. Als Ravi sich völlig in den Mythen und Geschichten des Dorfes und dem märchenhaften Grenzbereich zwischen Diesseits und Jenseits zu verlieren droht, taucht, wie eine Botin aus einer ihm inzwischen fremden Welt, seine frühere Freundin Padma auf. Sie nimmt ihm das Versprechen ab, Khasak zu verlassen und in die Gegenwart zurückzukehren.

O. V. Vijayan gehörte zu den populärsten Schriftstellern Indiens, er hat gleichzeitig mit García Márquez den Stil des »magischen Realismus« entwickelt. In Handlung, Sprache und Charakterzeichnung sind die „Legenden von Khasak“ ein Meisterwerk von beeindruckender poetischer Dichte.

06.09.2007
 


Der Jakubijân-Bau. Roman aus Ägypten. Aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich.
Alaa al-Aswani  
Lenos Verlag (2007)
Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau, und viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten.
Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten gibt, worüber aber nicht häufig - und eigentlich nie in dieser Direktheit - gesprochen wird. Da kommt der junge Mann nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten Geschäften. Da wird das junge Mädchen, die für ihre Familie sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt. Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären, besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben Ägyptens gezeigt.
Der Roman zeigt, dass das Problem islamischer Gesellschaften nicht im religiösen Fundamentalismus steckt. Die Ursachen liegen in den elenden Lebensbedingungen, die die Menschen dazu bringen zu kämpfen oder zu resignieren. Alaa al-Aswani versucht im terroristischen Täter auch das Opfer einer unbarmherzigen Gesellschaft zu sehen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt...

04.05.2007
 


Zur Lage der chinesischen Bauern
Chen Guidi & Wu Chuntao  
(2006) Verlag Zweitausendundeins
Die chinesische Wirtschaft boomt mit zweistelligen Zuwachsraten. Für die Europäer ist die Volksrepublik ein riesiger Zukunftsmarkt. Doch abseits der neuen Megastädte leben über 60 Prozent der chinesischen Bevölkerung in bitterer Armut: 900 Millionen Bauern, Land- und Wanderarbeiter.
Auf dem Land herrschen Despotie und Willkür. Die Bauern werden mit unsäglichen Steuern und Abgaben belegt - zugunsten der stürmischen industriellen Entwicklung und der Prosperität der Ostküstenmetropolen. China ist ökonomisch und kulturell tief zerrissen - so tief, dass selbst die Bewohner von Peking und Schanghai so gut wie nichts über die Lebensbedingungen der Bauern wissen.
Das chinesische Schriftsteller-Ehepaar Wu Chuntao und Chen Guidi (sie stammen beide vom Land) beschloss, die Situation der Landbevölkerung zu dokumentieren. Sie wollten den Städtern begreiflich machen, in welch zerrissenem Land sie leben, wollten ihnen die vergessene Mehrheit der Nation vorstellen, die Menschen, die bei der Modernisierung Chinas auf der Strecke bleiben. Chen Guidi und Wu Chuntao reisten in die Provinz Anhui und entdeckten erschütternde Zustände.

01.03.2007
 


Die Spur des Patriarchen
Geschichte einer Familie
Amin Maalouf  
Insel-Verlag (2005). 474 S.
Eine große Saga über das Schicksal einer levantinischen Familie zwischen Orient und Okzident
Als Amin Maalouf eines Tages erfährt, daß im Haus seiner Mutter in Beirut eine Truhe mit Schriftstücken – Briefen, Tagebüchern und anderen Dokumenten – aus dem Nachlaß seines Großvaters aufbewahrt wird, macht er sich sofort auf den Weg in den Libanon. Noch an Ort und Stelle beginnt er mit der Lektüre, die ihn kaum wieder losläßt. Er nimmt das Vermächtnis mit nach Paris, ordnet das Material, legt Verzeichnisse an, und allmählich entsteht der Plan zu einem Buch über die Geschichte seiner Familie.
Ursprünglich ein Nomadenstamm aus der Wüste zwischen Syrien und Arabien, war sie im 19. Jahrhundert in den Libanon eingewandert und dort seßhaft geworden. Geprägt von den Patriarchen, vor allem von dem Großvater Botros, bleibt sie tief in der orientalischen Tradition verwurzelt und öffnet sich zugleich westlichen Einflüssen.
Maalouf erzählt – anschaulich und anekdotenreich – von den alltäglichen Lebensbedingungen im Orient der letzten zweihundert Jahre, von Fanatikern und Freidenkern, von heimlichen Taufen, von Hochzeiten, Scheidungen und Begräbnissen, von erfolgreichen und mißglück-ten Geschäften, vom Religionsstreit mitten in der Familie, in deren Schicksal das des Landes sich spiegelt.
Im 20. Jahrhundert verlassen viele Libanesen ihre Heimat; auch die Familie von Amin Maalouf emigriert. Maalouf folgt all diesen Spuren und erzählt von den oft seltsamen und überraschenden Lebenswegen der Familienmitglieder, die in alle Ecken der Welt verschlagen wurden.

27.11.2006
 


Der Weltensammler
Ilija Trojanow  
Roman. 480 S.
Ein spannender Roman über den englischen Abenteurer Richard Burton (1821-1890). Anstatt in den Kolonien die englischen Lebensgewohnheiten fortzuführen, lernt er wie besessen die Sprachen des Landes, vertieft sich in fremde Religionen und reist zum Schrecken der Behörden anonym in den Kolonien herum. So betritt er, in Indien zum Islam konvertiert, als einer der ersten Europäer unerkannt die heiligen Stätten von Mekka und Medina; und er reist zu den Quellen des Nils - eine seelische und körperliche Zerreissprobe, die zum Zusammenbruch führt.
Ilija Trojanow, 1965 in Bulgarien geboren, lebte seit 1971 in Deutschland, lebte zehn Jahre in Kenia und heute ist er in Südafrika zu Hause.
Der Roman lebt einerseits von der sinnlichen Beschreibung der abenteuerlichen Reisen des Richard Burton, und andererseits von den fremden Augen, die ihn beschreiben und sich über ihn äussern: In Indien ist es sein einheimischer Diener, in Mekka sind es die Hofschranzen und in Afrika ist es der schwarze Führer der Expedition. Faszinierend ist die Sprache, die Trojanow für seine Figuren findet und wie sensibel und klug er die Begegnung mit dem Fremden beschreibt. Trojanows farbiger Abenteuerroman über diesen Exzentriker zeigt, warum der Westen bis heute wenig von den Geheimnissen der anderen Welt begriffen hat.
30.06.2006
 


Meine Reisen mit Herodot
Kapuscinski, Ryszard  
Eichborn Verlag (2005), 360 S.
Schon immer war Ryszard Kapuscinski von Herodot, dem grossen antiken "Historiker", fasziniert. Wann und wohin auch immer Ryszard Kapuściński unterwegs war - Herodot war dabei. Dabei war es anfangs gar nicht so leicht, an ein Exemplar von dessen Historien zu kommen - denn in Polen gab es keine Übersetzung davon. Und als die fertig vorlag, durfte sie nicht gedruckt werden: Stalin lag im Sterben und das jahrtausendealte Buch erzählt mindestens ebenso viel vom Zerfall wie von der Schaffung riesiger Reiche, ebenso erschütternd vom Sturz der Mächtigen wie von ihrem Aufstieg.
Erst 1954 kam der junge Ryszard Kapuściński mit dem Buch in Berührung - und es erwies sich als Erleuchtung. Da war einer - von Neugier und Wissensdurst getrieben - aufgebrochen, die Grenzen der bekannten Welt auszuloten, mit eigenen Augen zu sehen und mit eigenen Ohren zu hören, oder sich wenigstens von Augenzeugen berichten zu lassen, was sich auf der Welt zugetragen hat. Herodot war kein Händler, Spion, Diplomat oder Tourist, sondern - wie später auch Ryszard Kapuściński - Reporter, Anthropologe, Ethnograph und Schriftsteller.
Ryszard Kapuściński erzählt, wie er mit Herodot nach Afrika, Asien und in Europa reist, was er an den Stellen findet, von denen einst der alte Grieche schrieb, welche Konflikte von heute ihre Wurzeln schon damals hatten und wie die Überlieferung menschlicher Geschichte funktioniert.
04.04.2006
 

Die dunkle Seite der Liebe
Rafik Schami  
Carl Hanser Verlag, München 2004
Rafik Schami spannt einen grossen, schillernden Erzählbogen über ein Jahrhundert syrischer Geschichte, in dem Politik und Religionen ein Volk nicht zur Ruhe kommen lassen. In tausen Facetten schildert er den eskalierenden Wahnsinn von Hass und Gewalt und die akute Bedrohung für den, der sich dem Diktat der Sippe nicht beugt. Zugleich erzählt er in poetischen Geschichten aus drei Generationen vom Mut der Liebenden, denen der Tod droht und die dennoch die Unterdrückung ihrer Leidenschaft nicht zulassen wollen. Rafik Schami hat einen Roman von ungeheurer Wucht geschrieben, der auch die dunklen Seiten der Geschichte seines Landes nicht ausblendet. Und eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt Damaskus, die zugleich ein grosses und fesselndes Epos über die Liebe ist.
13.02.2006
 





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