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Privatreisen 2018-2020
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Les voyages extraordinaires d'Ella Maillart

https://www.cineman.ch/movie/2016/LesVoyagesExtraordinairesDEllaMaillart/

Ein Film von Raphaël Blanc, Schweiz, 2016

Die Schweizerin Ella Maillart gehört zu den grössten Reisenden des 20. Jahrhunderts und ist eine einzigartige Persönlichkeit und aussergewöhnliche Frau. Der Film lädt das Publikum ein, den Fussstapfen Ella Maillart zu folgen: von den grossartigen Landschaften Zentralasiens, die sie alleine bereist, nach China, das sie in Begleitung des britischen Reporters Peter Fleming unter wahnwitzigen Umständen durchquert, bis nach Afghanistan, das sie mit ihrer Zürcher Freundin, der schillernden Anne-Marie Schwarzenbach, erreicht.

https://www.cineman.ch/movie/2016/LesVoyagesExtraordinairesDEllaMaillart/

Links rund um den Film

http://www.cineman.ch - Schweizer Webseite mit den aktuellen Kinoprogrammen der Deutschschweiz sowie Trailern, Filmbesprechungen und vielen weiteren Informationen rund um das Kino

http://www.blackmovie.ch - Blackmovie, Filmfestival der anderen Welten

http://www.outnow.ch - Sehr informative Website zum aktuellen und zukünftigen Schweizer Kinoprogramm.

http://www.filmeeinewelt.ch - Kirchliche Fachstelle “Filme für eine Welt” für Filme im Bereich Entwicklung und Kulturbegegnung.

http://www.trigon-film.org - Trigon-Film: Verleih für Filme jenseits von Hollywood, aus Asien, Afrika und Südamerika.

http://www.visionsdureel.ch - Website des Dokumentarfilm-Festivals “Visions du Réel” in Nyons.


http://www.fiff.ch - Website des “Internationals Filmfestival Freiburg.

http://www.filmcoopi.ch - Website der Filmdistributionsfirma “Filmcoperative”, Zürich.

http://www.asianfilms.org - Informative Seite zum Filmgeschehen in China, India, Japan, Korea und Taiwan, unter der Mitwirkung des “Centers for East Asian Studies” der University of Southern California, mit Filmverzeichnissen, Links und Veranstaltungshinweisen weltweit.

 

Basel - Bern - Zürich

Region Basel

http://www.kultkino.ch - Website der vier Studiokinos Ateiler, Camera, Club und Movie.

http://www.stadtkinobasel.ch - Website des “Stadtkino” Basel, mit vielen Retrospektiven und Reprisen.

Region Bern

http://www.cinematte.ch - Kino und Restaurant in einem, und das alles an direkt an der Aare in Bern.

http://www.kinokunstmuseum.ch - Das Kino des Kunstmuseums Bern nimmt ab dem 16. November 2003 seinen Betrieb wieder auf. Im Programm finden sich thematische Filmreihen mit aktuellen wie älteren Werken.

Region Zürich

http://www.kulturinfo.ch - Webseite zum aktuellen Kinogeschehen in der Stadt Zürich. 

http://www.filmpodium.ch - Thematische Filmreihen des Filmpodiums Zürichs im Schiffsbau.

http://www.orientkino.ch - Website des “Kino Orient” in Wettingen (AG), mit dem etwas anderen Filmprogramm.

http://www.xenix.ch - Website des Kinos Xenix (Zürich), mit spannenden Film-Retrospektiven, insbesondere mit Werken aus Asien.

Sehenswerte Filme

Centaur

von Aktan Abdykalykow/Arym Kubat, Kirgistan, 2017

Ein Mann lebt ein friedliches Leben in der Bergwelt Kirgisistans und spürt dennoch, wie die Zeiten sich ändern. Pferde verleihen ihm Flügel, und weil die stolzen Tiere heute immer mehr Handelsobjekte sind, klaut er ab und zu eines – nicht um Geld zu machen, nein: um gemeinsam die Freiheit zu träumen. Der Film erzählt über das Zusammenleben von Mensch, Tier und Natur zwischen Glauben und Aberglauben, Moderne und Tradition.

www.trigon-film.org

White Sun

von Deepak Rauniya, Nepal, 2016

Ein Mann, der sich den Rebellen angeschlossen hatte, kehrt zum Begräbnis seines Vaters ins Heimatdorf am Fuss des Himalaya zuru¨ck. Mit Feingefühl erzählt der junge nepalesische Filmemacher Deepak Rauniyar von einem Leben nach dem Bürgerkrieg und von den teils gar amüsanten Momenten um den Versuch, einen Leichnam an sein Ziel zu bringen. Ein ebenso berührender wie unterhaltsamer Einblick ins Leben am Fuss des Himalaya.

www.trigon-film.org

Wolf and Sheep

von Shahrbanoo Sadat, Afghanistan, 2016

In einer entlegenen Region in den Bergen von Afghanistan glauben die Menschen an die Geschichten, die sie selber erfinden, um die Mysterien des Lebens und der Welt zu erklären. Die Mädchen und Buben hüten die Schafe und üben mit ihren selbst gebastelten Steinschleudern. Vor allem wollen sie die Wölfe vertreiben. Die Welt hier gehört ihnen, und die Regisseurin zeigt uns in ihrem berührenden Erstling den Alltag, wie sie ihn kennt.

www.trigon-film.org

A Dragon Arrives!

von Mani Haghighi, Iran, 2016

Detektiv Hafizi wird beauftragt, den Suizid eines Exilierten auf einer Insel im Persischen Golf zu klären. Der Schauspieler und Regisseur Mani Haghighi schickt ihn los und lädt uns ein in eine Welt der Rätsel, die er genüsslich in Szene setzt und mit dokumentarischen Aufnahmen und Gesprächen noch irrer werden lässt, als sie es bereits sind. Sein Film hebt die Grenzen zwischen Schein und Sein auf und öffnet alles dem schieren Geniessen.

www.trigon-film.org

Barakah Meets Barakah

von Mahmoud Sabbagh, Saudi-Arabien

Er ist Ordnungsbeamter in Dschidda und Laiendarsteller im «Hamlet», nicht wirklich aus bester Familie. Sie ist eine wilde Schönheit, Adoptivtochter eines reichen Paares mit Eheproblemen. Mit atemberaubender Raffinesse hebeln die beiden das System von Tradition, Etikette und Religionspolizei aus in einer Komödie für all jene, die schon immer mal wissen wollten, was in Saudi-Arabien eigentlich so los ist, und sich gerne überraschen lassen.

Nomaden des Himmels

von Mirlan Abdykalykow, Kirgistan, 2015

Eine Nomadenfamilie lebt mit ihren Pferden in der berauschenden Natur Kirgistans. Schaiyrs Mann ist vor Jahren im nahen Fluss ertrunken. Eine neue Liebe bahnt sich an, als der Meteorologe Jermek seine Mess-Station neben Schaiyrs Zuhause aufbaut. Erzählt im sanften Rhythmus des Nomadenlebens, nimmt uns Regisseur Mirlan Abdykalykow mit auf eine Zeitreise in das so leicht verwundbare Herz einer Familie und hinein in die traumhafte Natur.

Grüsse aus Fukushima

von Doris Dörrie, Deutschland, 2016

Marie reist nach Japan in die Präfektur Fukushima, wo sie nach der Atomkatastrophe von 2011 helfen will. Die junge Frau soll ein wenig Freude in den Alltag der überlebenden Opfer bringen, die auch nach Jahren immer noch in Notunterkünften leben. Für ihren neuen Job ist Marie überhaupt nicht geeignet. Statt jedoch ein weiteres Mal in ihrem Leben davonzulaufen, bleibt Marie ausgerechnet bei der störrischen, alten Satomi, der letzten Geisha von Fukushima. Die will auf eigene Faust in ihr altes Haus zurückziehen, obwohl es in der Sperrzone liegt.

Our little sister

von Hirokazu Kore-eda, Japan, 2015

Die drei Schwestern Sachi, Yoshino und Chika leben zusammen in Kamakura. Sie reisen ans Begräbnis ihres Vaters, der die Familie vor 15 Jahren verlassen hatte, und lernen ihre 13-jährige Halbschwester Suzu kennen. Mit viel Feingefühl für jede der Schwestern betrachtet Kore-eda familiäre Banden.

The Chinese lives of Ueli Sigg

von Michael Schindhelm - Schweiz - 2016

Der Schweizer Uli Sigg hat in der Zeit der wirtschaftlichen Öffnung Chinas nach Mao eine wesentliche Rolle gespielt, die bis heute anhält. Um China besser zu verstehen, wendet sich der 1980 als Unternehmer und Wirtschaftsexperte ins Land gerufene Sigg der Kunst zu und trägt über Jahre hinweg die bedeutendste Sammlung chinesischer Gegenwartskunst zusammen. The Chinese lives of Uli Sigg gewährt erstmals einen umfassenden Einblick in das spannende und aussergewöhnliche Leben des Unternehmers, Diplomaten und Kunstsammlers.

Als die Sonne vom Himmel fiel

von Aya Domenig - Schweiz - 2015

Auf den Spuren ihres verstorbenen Grossvaters, der nach dem Abwurf der Atombombe als junger Arzt im Rotkreuzspital von Hiroshima gearbeitet hat, begegnet die Regisseurin einem ehemaligen Arzt und einer Krankenschwester, die Ähnliches erlebt haben wie er. Zeit seines Lebens hat ihr Grossvater nie über seine Erfahrungen gesprochen, doch durch die grosse Offenheit ihrer Protagonisten kommt sie ihm näher. Als sich am 11. März 2011 in Fukushima eine neue Atomkatastrophe ereignet, nimmt ihre Suche eine neue Wendung.

Ilo Ilo

von Anthony Chen, Singapur, 2013

Jiale ist ein ziemlich widerborstiger Sohn, der sowohl in der Schule als auch zuhause gerne aneckt. Seine Eltern sind stark beschäftigt und engagieren eine Nanny, die sich um den Haushalt und den Buben kümmern soll. Er lehnt sie ab, aber Teresa wird sein Herz zu erobern wissen. 15 Minuten Standing Ovation in Cannes und ausgezeichnet als bester Erstling führt uns Anthony Chen vor Augen, was gutes Kino ausmacht: Humor, Emotion und Suspense.

Like Father like Son

von Hirokazu Kore-eda, Japan, 2013

Zwei japanische Familien mit ganz unterschiedlichen Existenz-Entwürfen kommen eines Tages unvermittelt in Kontakt, als sich herausstellt, dass ihre beiden sechsjährigen Söhne nach der Geburt im Krankenhaus vertauscht wurden. Um sich dem jeweils anderen Jungen anzunähern, treffen sich die Familien fortan regelmässig. Zwischen den Müttern entsteht schnell ein Bund. Die Väter jedoch bleiben sich gegenseitig fremd. In Cannes 2013 prämiertes, niemals Konflikte zelebrierendes Juwel von Hirokazu Kore-eda.

Une famille respectable

von Massoud Bakhshi – Iran – 2012

Nach über zwanzig Jahren im Ausland kehrt Arash auf Einladung der Universität von Shiraz in den Iran zurück. Sein Vater, zu dem er jeglichen Kontakt verloren hat, liegt im Sterben. Arash lässt sich von seinem Neffen dazu überreden, dem Vater einen letzten Besuch abzustatten. Ein politischer Thriller mit allen Ingredenzien: Schrecken, Suspense und überraschende Wendungen.

In seinem ersten Spielfilm zeichnet Massoud Bakhshi das scharfe Portrait der heutigen angsterfüllten Gesellschaft im Iran. In der Atmosphäre eines Film noir gehalten, prägen die Erinnerungen an den Krieg zwischen Irak und Iran zu Beginn der 1980er Jahre die Gefühle. Das Andenken an die «Märtyrer» wird von den Machthabern gefeiert, während die Angehörigen immer noch um ihre geliebten Vermissten trauern. Der Krieg hat jedoch auch seine Nutzniesser, und zu denen gehört Arashs Vater. Im Hintergrund vernehmen wir den Widerhall der Proteste – und deren Niederschlagung. Die Repression ist hinterhältig, denn auch hier wird um Macht gekämpft. «Une famille respectable» ist ein Thriller und gleichzeitig ein Spiegel der heutigen iranischen Gesellschaft.

Children of Sarajevo, Bosnien

Von Aida Begic – Bosnien und Herzegowina – 2012

Ein junges Geschwisterpaar steht im Zentrum der packenden Erzählung, die Aida Begi? zu einem starken Zeitbild aus dem heutigen Sarajevo verdichtet. Während sie in ihrem Erstling Snow die allerersten Jahre nach dem Bosnienkrieg im Visier hatte, fragt sie sich heute, was aus der damals erhofften Zukunft geworden ist.

Die fiebrig bewegte Kamera von Erol Zub?evic ist der Hauptfigur dicht auf den Fersen und sitzt bald auch dem Zuschauer im Nacken. Hier trifft Engagement auf Filmkunst. Nicht umsonst war die junge Filmemacherin schon zweimal in Cannes zu Gast. Ihr Erstling Snow wurde mit dem Grossen Preis in der "Semaine de la Critique" ausgezeichnet, Children of Sarajevo erhielt 2012 eine Spezielle Erwähnung der Jury in der Sektion "Un Certain Regard".

Shanghai, Shimen Road

von Haolun Shu, China, 2011

Einblick in Chinas Boomtown Shanghai

Shanghai ist die Boomtown Chinas, atemberaubend in mancherlei Hinsicht. Regisseur Haolun Shu nähert sich der Stadt und ihrer Entwicklung von innen heraus, indem er in seinem Spielfilm die Geschichte von Xiaoli erzählt, der in den späten 1980er Jahren an der Shimen Strasse in Shanghai aufwächst. Es ist diese Welt im Kleinen, deren Wandel der Junge mit seiner Fotokamera festhält. Die Mutter lebt in den USA, und so sind sein Grossvater sowie seine Nachbarin und beste Freundin Lanmi die wichtigsten Bezugspersonen. Lanmi arbeitet in einer Fabrik, träumt von einem besseren Leben im Ausland und gerät auf Abwege. Mit der Klassenkameradin Lili entdeckt Xiaoli das Leben ausserhalb seiner Strasse, die Studentenunruhen in Beijing und das sich wandelnde China, das sich westlichen Lebensformen öffnet. Ein berührender Film über den Wandel in China, das Erwachsenwerden und die Träume junger Menschen, wie wir sie überall auf der Welt erleben. In China besonders intensiv und rasend schnell.

Unter Schnee

von Ulrike Ottinger

Im Herzen Japans liegt Yukiguni, das Schneeland, das den Dichter Bokushi Suzuki im 19. Jh. Zu seinem berühmten “Schneeatlas” inspirierte. Ulrike Ottinger dokumentiert die Überlebensstrategien und Bräuche der Yukiguni-Bewohner, deren Land nur wenige Monate im Jahr schneefrei ist. In diese Darstellung hinein verwebt sie die Geschichte zweier verirrter Studenten, die auf wundersame Weise in ein Liebespaar aus dem Kabuki-Theater der Edo-Zeit verwandelt werden. «Mit UNTER SCHNEE gestaltet Ottinger einen Mythenraum, in dem das Porträt einer Gegenwartslandschaft auf die ihr innewohnenden märchenhaften Erzählungen trifft. Lebendig und historisch zugleich.»

The last Friday

von Yahya Alabdallah

The Last Friday ist das begeisternde Erstlingswerk des jungen jordanischen Filmemachers Yahya Alabdallah. Es besticht durch die Einfachheit der Inszenierung. Der Regisseur folgt dem erschöpften und entmutigten Yousef (Ali Suliman, dessen hervorragendes Spiel wesentlich zum Film beiträgt) auf Schritt und Tritt unbeirrt durch den einsamen und wortkargen Alltag. Da entwickelt sich keine düstere und zermürbende Geschichte, ganz im Gegenteil. Die Einfachheit mit den seltenen Dialogen lässt Platz für eine genaue und feinfühlige Beobachtung der täglichen Verrichtungen, festgehalten in sorgfältig gesetzten Bildern. Kleine Augenblicke voller Humor, den dunklen Nächten Ammans abgerungen, geben dem Film Farbe und eine unmerklich schwebende Leichtigkeit. The Last Friday hat nicht umsonst in Dubai den Darstellerpreis und den Jurypreis gewonnen und am Forum des Jungen Films in Berlin begeistert.

Modest Reception - Paziraie Sadeh

von Mani Haghighi, Iran 2012

Ein Mann und eine Frau fahren durch eine entlegene Bergregion. In ihrem Kofferraum führen sie Plastiktüten voller Geld mit, die sie unterwegs an Menschen verteilen, egal, ob diese es wollen oder nicht. Immer wieder verknüpfen sie ihre milde Gabe an Bedingungen, und dabei schrecken sie vor nichts zurück. Warum sie das viele Geld haben und verteilen, bleibt nebensächlich in dieser Parabel über Geld und Moral. «Modest Reception» ist nach «A Separation» ein weiteres Beispiel der ungeheuren Erzählkraft des aktuellen iranischen Kinos, das nicht zuletzt verdeutlicht, wie unter schwierigen Bedingungen die explosivsten und kühnsten Filme entstehen können.

Hanezu - Japan 2011

Auf den Spuren des Anfangs
Hanezu bewegt sich in seiner Dreiecksgeschichte traumwandelnd zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Angesiedelt in der Region Asuka, wo der Legende zufolge Japans Ursprung liegt, lässt uns Naomi Kawase in ihrer meditativen Erzählung sinnieren über die Natur, in der der Mensch geborgen ist. Eine Liebesgeschichte und ein Naturschauspiel der nachhaltigen Art.

Ufo in her Eyes

Big Mao trifft Big Mac

Ohne realen äusseren Anlass, aufgrund einer schieren Vermutung, rückt ein Dorf in der chinesischen Provinz mit einem Mal ins Zentrum des öffentlichen Interesses, nachdem sich ein heimliches Liebespaar im Feld zum Turteln getroffen hatte und eine Ausrede suchen musste. Ein unbekanntes Flugobjekt sei da ausgemacht worden, und schon beginnt der Traum vom grossen Geld in der kommunistischen Kommune zu leben. Das Ufo, das in den Augen einer Dorfschönen schwebte, kann Medien und Leute anziehen, damit lässt sich Geld verdienen. Die Schriftstellerin und Filmemacherin Xiaolu Guo hat die Romanvorlage geschrieben und jetzt aus dem Buch eine bunte Filmkomödie gedreht, in der sie die Situation in China mit Schalk betrachtet. Vor drei Jahren hatte sie bereits Aufsehen erregt und in Locarno mit ihrem Spielfilm «She, A Chinese» den Goldenen Leoparden abgeholt.

Bombay Diaries

Dhobi Ghat

Eine Stadt, vier Menschen, viele Geschichten:

Shai ist neu in Bombay. Die junge Hobby-Fotografin will die Heimat ihrer Eltern mit der Kamera erkunden. Sie trifft auf den unnahbaren Künstler Arun und verbringt eine Nacht mit ihm. Ihre Wege trennen sich. Und während Arun sich in den schicksalhaften Videotagebüchern der ihm unbekannten Hausfrau Yasemin verliert, freundet sich Shai entgegen aller Konventionen mit dem Wäscher Munna an. Er führt sie durch die entlegensten Winkel der pulsierenden und modernden Metropole, verliebt sich und beginnt vom Unmöglichen zu träumen.

Wandlungen - Richard Wilhelm und das I Ging

Als junger Missionar kam Richard Wilhelm 1899 nach China, begann jedoch bald mit einer "Mission" in umgekehrter Richtung. Er taufte keinen einzigen Chinesen - stattdessen bemühte er sich um ein Verständnis chinesischen Denkens. Damals wurde China von Kolonialmächten ausgeblutet. Richard Wilhelm erlebte dort Revolten gegen Ausländer, das Ende der Kaiser-Dynastien und den ersten Weltkrieg. Er vollbrachte eine der grössten Übersetzungs-Leistungen des 20. Jahrhunderts: Konfuzius, Laotse die wichtigsten Texte des Daoismus und vor allem das "I Ging", das Buch der Wandlungen. Das Buch diente vielen Lesern im Westen als Inspiration. Wilhelm ist bis heute einer der bedeutendsten Vermittler chinesischer Kultur in Europa.

Der Film erzählt aus der heutigen Perspektive der Enkelin die Stationen von Richard Wilhelms ereignisreichem Leben in einer Zeit dramatischer Wandlungen. Und er vermittelt die zutiefst humane, zeitlose chinesische Weisheit des I Ging, die auch in unserer Zeit der Umbrüche Orientierung geben kann.

Iran - About Elly - 2011

Nach vielen Jahren in Deutschland macht Ahmad Urlaub in seiner Heimat Iran. Ehemalige Studienkollegen organisieren einen gemeinsamen dreitägigen Ferienaufenthalt am Kaspischen Meer. Eine der beteiligten Frauen, die lebenslustige Sepideh, nimmt die Sache in die Hand. Ohne dass diese ihren Freunden vorher bekannt gewesen wäre, hat sie auch Elly eingeladen, die junge Erzieherin aus dem Kindergarten ihrer Tochter. Ahmad hat eine unglückliche Ehe hinter sich, seit kurzem ist er von seiner deutschen Frau geschieden. Gern würde er mit einer iranischen Frau ein neues Leben beginnen. Seine Freunde wissen dies, und langsam dämmert ihnen, warum Sepideh Elly überhaupt eingeladen hat. Alle richten nun ihr Interesse auf sie, und alle zusammen loben sie unisono Ellys Qualitäten. Doch am zweiten Tag des Ferienaufenthalts kommt es zu einem Zwischenfall, in dessen Folge Elly verschwindet. Die unbeschwerte Atmosphäre ist jäh verflogen. Alle Harmonie hat ein Ende, als die Freunde in Erfahrung bringen wollen, wie und warum Elly verschwand.

Iran - A Separation - 2011

Asghar Farhadi

Simin möchte den Iran verlassen. Ihr Mann Nader will bleiben und seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht allein zurück lassen. Deshalb reicht Simin beim Familiengericht die Scheidung ein. Als ihre Klage abgewiesen wird, zieht sie in die Wohnung ihrer Eltern. Die gemeinsame Tochter Termeh bleibt vorerst beim Vater und hofft, dass die Mutter bald wieder nach Hause kommt. Zur Betreuung seines kranken Vaters engagiert Nader eine junge Frau. Razieh ist schwanger und übernimmt den Job, ohne ihren Ehemann davon in Kenntnis zu setzen. Als Nader von der Arbeit nach Hause kommt und seinen Vater allein in der Wohnung findet, kommt es zum Eklat. In der Folge werden Leben und Beziehungen aller Beteiligten stark aufgewühlt und durchgeschüttelt. Und wir betrachten das Geschehen atemlos und stellen fest: Eine Wahrheit gibt es nicht.

Russland - Silent Souls

Als seine geliebte Frau Tanja stirbt, bittet Miron seinen besten Freund Aist, ihm zu helfen, sie nach der Tradition der Merja-Kultur von der Welt zu verabschieden. Die Merja sind eine alte ugurisch-finnische Gemeinschaft, deren Traditionen am Verschwinden sind. Und so fahren die beiden Männer los auf eine Reise, die sie Tausende von Kilometer durch unberührte Landschaften führt. Begleitet werden sie von zwei kleinen Vögeln in einem Käfig, und Miron teilt Aist seine intimsten Erinnerungen mit, die er aus dem Eheleben hat. An den Ufern des heiligen Sees nehmen sie endgültig Abschied von der Frau, die sie beide geliebt hatten. Eine lyrische Reise in die Schönheiten der Landschaft, den Wert von Traditionen und in die Geschichte einer Liebe. Ein atemberaubend fotografierter Ausflug in die Kunst des Erzählens, der nicht umsonst in Venedig für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet wurde.

www.trigon-film.org/de/movies/Silent_Souls

Iran - The Hunter

Shekarchi

Was tut der Einzelne angesichts der staatlichen Gewalt und Macht? Wohin führt ein Klima des Misstrauens und Verrats? Wie verhält sich einer, der sich in die Enge getrieben fühlt? Der iranische Regisseur Rafi Pitts beschreibt die Ohnmacht in seiner Heimat in einer sinnbildlich starken Geschichte, in der er selber die Hauptfigur verkörpert und damit seine eigene stumme Verzweiflung gleich doppelt zum Ausdruck bringt. Ali schiesst vom Aussichtspunkt über der Stadtautobahn auf ein Polizeiauto und wird zum Verfolgten, der in seine geliebten Wälder fliehen muss und dort zwischen zwei Polizisten gerät, die offenbar auch ihre liebe Mühe miteinander haben. Bildstark beschreibt Rafi Pitts den Stillstand in seiner stumm aufgewühlten Heimat, immer wieder verdichtet er Momente zu Tableaus, die für sich sprechen. Und schliesslich überrascht er mit einem Ende, das die letzte Konsequenz zeigt.

Indien - Peepli (live)

Medien- und Gesellschaftssatire aus Indien

Nathas Land soll zwangsversteigert werden – aber seine ganze Familie ist von der Ernte abhängig: die drei zerlumpten Kinder, die ewig zeternde Mutter, die nörgelnde Ehefrau, der Bruder, der viel mehr von der Welt versteht, und Natha selbst, der am liebsten Löcher in die Luft starrt. Es scheint keinen Ausweg zu geben ausser einem Regierungsprogramm: Vom Staat gibt es eine hohe Prämie für die Hinterbliebenen, wenn ein Bauer sich umbringt. Sein Bruder drängt Natha zum Selbstmord, um seine Familie abzusichern, und als er einwilligt, wird er zum Spielball einer Lawine von Ereignissen: Lokale Wahlen stehen vor der Tür, und hochrangige Politiker und die Sensationsmedien fallen in Nathas verschlafenes kleines Dorf Peepli ein. Was ein Bauernselbstmord unter Tausenden hätte sein können, wird zu einem Skandal, von dem jeder profitieren will. In dem Chaos interessiert sich bald niemand mehr für Nathas Gefühle. Wie wird er sich entscheiden?

Link: http://www.trigon-film.org/de/movies/Peepli_live

Thailand - Uncle Boonmee who can recall his past lives

Nach einem Nierenversagen fährt Onkel Boonmee aufs Land, um im Kreis seiner Familie zu sterben. Durch Yoga hat er ein ausgeprägtes Körperbewusstsein entwickelt, er ahnt, dass ihm nur wenige Stunden bis zum Tod bleiben. Im Haus am Rand des Regenwalds begegnet Boonmee beim Abendessen dem Geist seiner verstorbenen Frau Huay. Sie kümmert sich liebevoll um ihn und lässt ihn wissen, dass Geister nicht an Orte gebunden sind, sondern an lebende Menschen. Beide treffen sie ihren verschollenen Sohn Boonsong, der in der Gestalt eines Waldgeistes mit rot leuchtenden Augen erscheint. Boonmee und Huay können ihn an seiner Stimme erkennen. Gemeinsam mit Huay und Boonsong macht Boonmee sich auf den Weg durch den Dschungel, auf der Suche nach den Ursprüngen seines ersten Lebens. Der Cannes-Gewinner lässt uns in einer anderen Dimension schweben.

Kirgistan - The Light Thief

Svet-Ake

Alle nennen ihn nur Svet-Ake (Herr Licht). Er ist der Elektriker des Orts, aber für viel mehr als nur für den Strom zuständig. Die Leute rufen den hilfsbereiten Mann zur Lösung der unterschiedlichsten Probleme, angefangen beim elektrischen Kurzschluss bis hin zum Beziehungskurzschluss. Egal, ob es die sind, die die ganze Energie einer Stadt kontrollieren wollen, oder jene, denen die Energie zum Leben fehlt: Svet-Ake ist immer zur Stelle mit praktischer Hilfe und Rat - auch wenn er mitunter das Gesetz arg strapazieren muss. Da wird aus schierem Mitleid auch mal ein Stromzähler rückwärts eingestellt, so dass der bedürftige Benutzer statt der hohen Stromrechnung eine Gutschrift vom Elektrizitätswerk ausbezahlt bekommt. Doch Gutherzigkeit wird in einem Land, das mitten im politischen Umbruch steckt, nicht automatisch belohnt. Aktan Arym Kubat beschreibt in «Svet-Ake» auf vergnüglich lockere Art den Alltag im unabhängig gewordenen Kirgisistan und zeigt, dass die Menschen auch lernen müssen, mit der Freiheit umzugehen. Weil er sich selber dabei nicht ausnehmen will, spielt der Regisseur die Hauptrolle gleich selber.

"TAIWAN - Au revoir Taipei "

Kann junges Kino schön sein! Arvin Chen heisst die Entdeckung des Jahres. Er erzählt von Kai, der halbe Nächte in einer Buchhandlung in Taiwans Hauptstadt Taipei verbringt, ohne etwas zu kaufen. Er schmökert dort in Französischbüchern, um die Sprache zu lernen, denn seine Freundin ist nach Paris gezogen. „Sans vous, Taipei est très triste.“ Ohne sie sei es einfach traurig hier. Doch dann bietet ihm ein netter alter Gangster aus der Nachbarschaft ein Ticket nach Paris gegen einen „Kurierdienst“ an. Und schon ist fertig Traurigkeit, denn nun beginnt eine Komödie, die von einer Frische, von einem Einfallsreichtum, von Bildwitz und von einer umwerfenden Lakonik ist, wie man sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen hat. Im Forum Berlin war der Saal aus dem Häuschen. Die Szenerie ist bevölkert von zwei Freunden, einer Buchhändlerin, einer Handvoll Möchtegern-Ganoven in orangefarbenen Anzügen, denen alles, was sie anpacken, zwei Nummern zu gross ist - nicht zu vergessen ein Polizist mit aufgewühltem Liebesleben. Auch Kai entdeckt die Liebe und die Tatsache, dass das Gute oft so nah liegt. Ein Traum von schrägem Film, der mit trockenem Humor und immer wieder neuen Überraschungen begeistert.

 

CHINA - Last Train Home

Der Film dokumentiert die Geschichte einer zerrütteten chinesischen Familie. Wie 130 Millionen andere Migranten haben die Zhangs ihre Kinder bei den Grosseltern auf dem Land zurück gelassen, um in der Stadt Geld zu verdienen und so den Kindern eine gute Ausbildung und ein besseres Leben zu ermöglichen. Zum Chinesischen Neujahr kehren sie jeweils in ihr Dorf zurück. Bei diesen Besuchen wird die Entfremdung zwischen Eltern und Kindern manifest, und als die Tochter Qin ihren Eltern die Vernachlässigung ihrer Pflichten vorwirft, eskaliert die Situation. Weil Qin kurz darauf die Schule abbricht und in die Stadt migriert, müssen die Eltern ihren Lebensplan neu überdenken.

IRAK - Kick Off (2009)

Geburtspraktiken der Bunong im Wandel, 2010 Basierend auf aktuellen ethnographischen Feldstudien der Zürcher Ethnologin Brigitte Nikles gibt der Film einen diskreten Einblick in die Geburtspraktiken der im Nordosten Kambodschas beheimateten Bunong. Die Region unterliegt einem enormen Wandel, der sich auch auf traditionelle Praktiken und Vorstellungen auswirkt. Traditionelle Hebammen, schwangere Frauen, junge Eltern und Vertreter der staatlichen Gesundheitsbehörde gewähren einen persönlichen Blick auf ihre aktuelle Situation am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne.

KAMBODSCHA - Bunong Guu Oh

Geburtspraktiken der Bunong im Wandel, 2010 Basierend auf aktuellen ethnographischen Feldstudien der Zürcher Ethnologin Brigitte Nikles gibt der Film einen diskreten Einblick in die Geburtspraktiken der im Nordosten Kambodschas beheimateten Bunong. Die Region unterliegt einem enormen Wandel, der sich auch auf traditionelle Praktiken und Vorstellungen auswirkt. Traditionelle Hebammen, schwangere Frauen, junge Eltern und Vertreter der staatlichen Gesundheitsbehörde gewähren einen persönlichen Blick auf ihre aktuelle Situation am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne.

Iran - Frontier Blues

Frontier Blues spielt im Norden Irans und erzählt die Geschichte von vier Männern, die sehnlichst darauf warten, dass in ihrem Leben etwas passiert. „Willkommen im Land von Liebeskummer und Traktoren“, fasst einer der Figuren die Ausgangslage des herrlich lakonischen Films zusammen. In statischen Einstellungen und fotografischen Inszenierungen entwirft Babak Jalali das skurrile Tableau einer Grenzregion, die in Perspektivlosigkeit zu erstarren scheint. Ein amüsant-melancholisches Stück Kino über den Sinn menschlicher Träume, das an Aki Kaurismäki und Jim Jarmusch erinnert.

Arrangierte Liebe, 2010

In der tamilischen Kultur suchen traditionellerweise die Eltern nach einem passenden Ehepartner für ihre Kinder. “Liebeshochzeiten” hingegen gelten als gesellschaftlich weniger akzeptiert. In der Schweiz lebende Tamilen setzen den Brauch der “arrangierten Ehe” meist fort. Die hier Aufgewachsenen werden dabei mit gegensätzlichen gesellschaftlichen Idealbildern konfrontiert. Anhand von drei Porträts zeigt der Film, welche Vorstellungen und Meinungen junge tamilische Paare haben und welche Konflikte entstehen können.

Luck By Chance - Zoya Akhtar

Indien 2009 Erfrischende Liebesgeschichte, üppiges Bollywoodepos und satirischer Film-im-Film:

In Mumbai, dem indischen Pendant zu Hollywood, sind zwei blutjunge Studenten auf der Suche nach ihrer ersten grossen Filmrolle. Während Vikram über etwas Bühnenerfahrung verfügt, punktet Sona vor allem mit makelloser Schönheit. Nachdem die ersten Gehversuche in der Traumfabrik enttäuschend verlaufen sind, eröffnet sich Vikram unverhofft die Chance, in einer Bollywoodproduktion die männliche Hauptrolle zu übernehmen. Voller Enthusiasmus und Charme stürzt sich der junge Mann in das Abenteuer – und lernt auf dem Set nicht nur die Tücken des Filmemachens, sondern auch die Verführungskraft der Frauen kennen.

TransAsia Express

Özay Sahin & Manuel Übersax, Dokfilm, Schweiz 2009

Ein Roadmovie auf Schienen. Die beiden Filmemacher begleiten den Istanbuler Musiker Hemo (Ahmet öztürk) auf seiner Zugreise von Istanbul nach Teheran. Hemo will dort sein altes persisches Saiteninstrument reparieren lassen. Die verschiedenen Eindrücke, die Hemo auf seiner ersten Reise in den Iran macht, vermischen sich mit dem alltäglichen Gerede, den Weisheiten der Zugsbekanntschaften und anderen kleinen Begebenheiten, die man auf Achse erlebt. Daraus entsteht ein charmanter Reisefilm mit teilweise absurden Dialogen, die durch die Sprachenvielfalt der Mitreisenden entstehen. Der Film ist unterlegt mit anatolischer Musik, in der die Freiheit, die Religion und die iranisch-türkischen Fremdbilder thematisiert werden. Das Politische schwingt trotz der Leichtigkeit mit, unter anderem durch kurze Einspielungen aus dem iranischen Fernsehen oder durch das Gespräch mit einem jungen Mann aus der iranischen Stadt Shiraz, Angehöriger der im Iran nicht anerkannten Bahai-Religion, der das Land verlassen muss.

Nomad's Land

Sur les traces de Nicolas Bouvier - Gaël Métroz, Dokumentation/Abenteuer, Schweiz 2008

Der junge Schweizer Regisseur Gaël Métroz reist allein - Kamera in der Hand, den Rest im Rucksack - auf den Spuren des Genfer Schriftstellers Nicolas Bouvier. Seine Reise führt von der Türkei nach Afghanistan und über Indien nach Sri Lanka. Dabei wird ihm bewusst, dass der Orient nicht mehr die Sorglosigkeit der 50er Jahre ausstrahlt, die der Autor in seinem Werk «Die Erfahrung der Welt» so wunderbar beschrieben hatte. Also verlässt der Regisseur die von Bouvier vorgezeichneten grossen Achsen und folgt stattdessen den Seitenwegen nomadisierender Völker. Erst indem er seine eigene Route wählt, offenbart sich Gaël Métroz die Philosophie des Reisens, die Bouvier derart in den Bann gezogen hatte.

Tokyo Sonata Kiyoshi Kurosawa

Drama, Japan/Niederlande 2008

Die Sasakis sind eine ganz gewöhnliche Familie in Tokyo. Vater Ryuhei widmet sich mit Leib und Seele seiner Arbeit. Seine Frau Megumi hat ihre Arbeit aufgegeben, um den Haushalt zu führen und die beiden Kinder zu betreuen. Der ältere der Buben ist Takashi. Er besucht das College und macht der Mutter das Leben nicht einfach. Der jüngere, Kenji, ist ein sensibler Junge und steckt noch in der Primarschule. Eines Tages verliert der Vater seine Anstellung. Er erzählt seinen Söhnen und der Frau nichts davon, packt weiterhin jeden Morgen seine Aktentasche und macht sich auf den Weg zu seiner nunmehr fiktiven Arbeit. Allmählich tauchen aber Brüche in der vermeintlichen Normalität der Familie Sasaki auf, und wir werden Zeugen, wie jedes Mitglied der Familie zumindest vorübergehend durchdreht. Weitere Informationen unter: www.trigon-film.ch

Wonderful Town Aditya Assarat

Drama, Thailand 2008

Takua Pa ist eine kleine Stadt im Süden Thailands. Der Tsunami hat ihr Aussehen grundlegend verändert. Seine Folgen prägen das Leben. Der junge Architekt Ton reist an, um am Wiederaufbau mitzuwirken. Er nimmt ein Zimmer im kleinen Hotel vor Ort und lernt Na und ihr sanftes Lächeln kennen. Der junge thailändische Filmemacher Aditya Assarat erzählt die ganz zurückhaltende, zärtliche Liebesgeschichte, die sich da anbahnt -- und die nicht allen passt. Ein starker Erstling aus Südostasien und ein Stück Erinnerungsarbeit aus dem Ferienparadies. Weitere Informationen unter: www.trigon-film.ch

OPERA JAWA

Garin, Nugroho, Musical, Österreich/Indonesien 2006

Das Ramayana ist eine der am meisten gelesenen Geschichte der Welt und Opera Jawa die Umsetzung einer der bekanntesten Episode des gesamten Ramayanas mit dem Namen "Sinta Obong" (Die Entführung Sintas). Sie ist wegen ihrer Einfachheit so beliebt; es geht um verschiedene Formen von Widersprüchen und Konflikten zwischen menschlichen Charakteren. Das heisst zwischen Verrat und Treue, zwischen dem Verlangen zu geben und dem Drang zu kontrollieren, zwischen der Herrschaft des Körpers und der Aufopferung der Seele, zwischen Wutgefühlen und der Fähigkeit, Selbstbeherrschung zu zeigen.

Die Geschichte "Sinta Obong" dreht sich um Sinta und ihre Beziehung mit Rama und Rahwana; sie beschreibt die Situation einer Frau, die hin- und hergezogen wird zwischen zwei einander gegen überliegenden Polen einer von Männern dominierten Welt. Es macht den Anschein, als wäre Sinta ein Stück Land, bewacht und kontrolliert, genährt, und dennoch gibt sie Anlass zu Zweifeln. www.trigon-film.ch

DER MONGOLE

Sergei Bodrov, Drama, Deutschland/Kasachstan/Russland 2006

Die Geschichte des legendärsten Stammesführers aller Zeiten: Dschingis Khan. Sommer 1172. Der junge Dschingis Khan findet im Mongolenmädchen Borte seine grosse Liebe. Eine leidenschaftliche Liebe, die Jahre voller Leid und Gewalt überstehen wird. Die Entführung von Borte durch einen verfeindeten Stamm ist für Dschingis Khan eine Kriegserklärung. Er zieht in einen waghalsigen Kampf und erkennt seine Bestimmung: Er muss als Khan aller Mongolen sein Volk vereinen und in eine sichere Zukunft führen.

KHADAK

Peter Brosens/Jessica Hope Woodworth, Drama, BE/D/NL 2006

In den eisigen Steppen der Mongolei lebt Bagi, ein junger Nomade, der über besondere Kräfte verfügt: Er kann Tiere über weite Entfernungen hören. Als er eines Tages ein verlorenes Schaf wieder findet, wird er plötzlich von einer dunklen Vorahnung und einem epileptischen Anfall heimgesucht. Eine Schamanin prophezeit ihm daraufhin, dass sein Schicksal sei, eines Tages selbst Schamane zu werden.

Kurz darauf rollen Militärpanzer durchs Dorf: Eine seltsame Plage hat die Gegend erfasst. Während die Tiere gnadenlos geschlachtet werden, müssen die Nomaden in Bergbaudörfer umsiedeln und die ländliche Idylle aufgeben. Ihrer Wurzeln beraubt, fügen sie sich widerwillig in ihr neues, trostloses Leben. Bagi vertreibt sich die Zeit damit, Zeitungen auszutragen, bis er eines Tages durch Zufall der schönen Kohlendiebin Zolzaya das Leben rettet. Gemeinsam entdecken sie, dass die Plage eine Lüge war, um das Nomadentum auszurotten. Fest entschlossen nehmen sie ihr Schicksal selber in die Hand. Quelle: www.cineworx.ch

HANA YORI MO HANO

Hirokazu Koreeda, Action/Komödie/Drama, Japan 2006

Ein junger Samurai hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Edo (dem heutigen Tokyo), um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat. Er wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus in einem armen Quartier der Stadt Edo. Seine Nachbarn in den sogenannten Reihenhäusern sind nette Leute, die nicht mal davon zu träumen wagen, dem sie umgebenden Elend zu entkommen. Der kleinstädterische Samurai freundet sich mit unterschiedlichen Charakteren an, wie zum Beispiel einem Säufer, einem erfolglosen, unwichtigen Möchtegern-Beamten, einem Lumpenhändler, einem lebhaften Mädchen, einem Doktor und einem Schreiber. Mit der Zeit entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Sozaemon und der schönen Witwe Osae. Seine Aufgabe, den Feind seines Vaters zu suchen und sich an ihm zu rächen, hat er zwar nie vergessen; Osae und ihr Sohn vermitteln ihm jedoch ein Gefühl der Wärme und lassen ihn an seiner Pflicht des Racheakts zweifeln. Als der Samurai und seine Freunde mit der Zeit jedoch entdecken, dass ein bedeutungsvolles Leben schöner und reicher ist, als der sinnlose Tod als Krieger, beginnen sie, den Aufzug ihres Lebens zu planen. Quelle: www.cineman.ch

NIGHT TRAIN

(Ye Che) Yinan Diao, Drama, V.R. China 2007

Die 30-jährige Wu Hongyan arbeitet im Gericht der Provinz Shaanxi in China, wo sie ausschliesslich zum Tode verurteilte Frauen hinrichten muss. Trotz ihrer makabern Arbeit steigt Wu Hongyan jedes Wochenende in den Zug und fährt in eine benachbarte Stadt, wo sie an einem organisierten Abendprogramm eine Ehe-Agentur teilnimmt. Ihre Liebesabenteuer sind mittelmässig, bis sie den misteriösen Li Jun trifft. Sie weiss jedoch noch nicht, dass Li Jun der Ehemann derjenigen Frau ist, welche Wu Hongyan als Letzte hingerichtet hat. Weitere Informationen unter: www.trigon-film.org

"PHÖRPA - THE CUP"

(Als Buddha den Fussball entdeckte) Khyentse Norbu, Spielfilm, Bhutan/Australien 1991

In einem tibetisch-buddhistischen Kloster am Fuße des Himalaja erwarten der Abt Khempo und Geko zwei Jungen aus Tibet. Als Nyima und Palden unversehrt eintreffen, ist die Freude groß. Feierlich werden die beiden im Kloster aufgenommen und in das Leben der Mönche eingeführt. Doch selbst in der Abgeschiedenheit des Klosters klopft die Welt ans Tor: das Fußballfieber hat die jungen Mönche erfaßt, allen voran den 14-jährigen Orgyen, Paldens gewitzten Zimmergenossen. Spät nachts stehlen sich Orgyen und seine Freunde aus dem Kloster, um im Dorf die Übertragungen der Fußball-Weltmeisterschaft zu sehen. Beim Halbfinale werden sie in flagranti von Geko ertappt. Das Endspiel rückt in schier unerreichbare Ferne. Aber die Fussballnarren geben sich noch nicht geschlagen. Quelle: www.cineman.ch

"10 FRAGEN AN DEN DALAI LAMA"

Rick Ray, Dokumentation, USA 2006

Vor der Kulisse eines exotischen Landes wird einem einsamen Filmemacher eine Stunde eingeräumt, um dem 14. Tibetischen Dalai Lama 10 Fragen zu stellen. Seltenes historisches Bildmaterial und Aufnahmen im Landesinnern verwebend erzählt 10 QUESTIONS FOR THE DALAY LAMA die Geschichte zwischen den persönlichen Beobachtungen eines Reisenden, die erschütterte Begebenheiten einer Exilregierung und das Leben und die Weisheiten eines der herausragendsten spirituellen Führern unserer Zeit. Quelle: www.arthouse.ch

"THE DRUMMER"

Kenneth Bi, Drama, Deutschland/Hong Kong, Taiwan 2007

Sid, Schlagzeuger und Sohn eines Gangsterbosses, muss bei Nacht und Nebel aus Hongkong fliehen. Denn ein Konkurrent seines Vaters, dem er in die Quere gekommen ist, bedroht sein Leben. Sid versteckt sich in den Bergen von Taiwan, wo er einer Gruppe von professionellen Zen-Trommlern begegnet.

Beeindruckt von ihrer Kunst, ihrer Philosophie und ihrer Lebensweise schliesst er sich ihnen an. Zunächst verhält er sich so unzähmbar und trotzig wie sein Vater. Allmählich begreift Sid, dass ein Trommler zu sein mehr bedeutet, als auf ein Instrument zu schlagen. Da plant die Gruppe eine Welttournee. Ihre erste Station: Hongkong...

«The Drummer» ist eine beeindruckende und überzeugende Mischung aus Gangsterfilm und spiritueller Reise. Mit Jaycee Chan, dem Sohn der Leinwandlegende Jackie Chan, und der international gefeierten taiwanesischen Trommel-Gruppe Utheatre.

"THE KITE RUNNER"

Marc Forster, Drama, USA 2007

Die Drachen am Himmel Afghanistans markieren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre und mit den beiden unzertrennlichen Freunden Amir und Hassan. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, was den Beginn vom Ende ihrer Freundschaft bedeutet. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in seine Heimat und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.

Regiestar Marc Forster ("Monster's Ball", "Stranger than Fiction") erweckt Khaled Hosseinis gefeierten Bestseller "Drachenläufer" zu bewegendem Leinwandleben - die dramatische Rückkehr eines Mannes in seine gleichsam vertraute wie fremde Heimat. Quelle: www.arthouse.ch

"PURE COOLNESS"

Ernest Abdyjaparov, Drama, Kirgistan 2007

Kirgistan ist ein Land der Sehnsucht, eine Landschaft der Träume. In Kirgistan leben aber auch fragwürdige Traditionen weiter. Wer es schafft, die Braut eines Anderen vor der Heirat zu entführen, der darf sie behalten. Ernest Abdyjaparov (Saratan) erzählt davon und kehrt die Sache in einer Verwechslungsgeschichte um, um das Absurde zu betonen. Es ist die falsche Braut, die da entführt wird, eine Städterin, die beim Schafhirten unerwartet ihr Glück findet. Ganz nebenbei erfahren wir viel vom Leben in Kirgistan heute und von den kleinen Träumen, die es prägt. Preisgekrönt an den Festivals von Almaty, Duschanbe, Taschkent und Smolensk: Abdyjaparov erzählt glaubwürdig und heiter. Quelle: www.trigon-film.org

"LOVE AND HONOR"

(Bushi no ichibun) Yoji Yamada, Drama/Liebesfilm, Japan 2007

Kurz nachdem er seinen Posten als Vorkoster angetreten hat, wird Shinnojo blind. Der Fisch, der dem Fürsten des Clans vorgesetzt werden sollte, war vergiftet. Bis zu diesem Ereignis gehörte Shinnojo in einem niederen Rang dem Gefolge des Fürsten an. Als ihm klar wird, dass er nicht nur für den Rest seines Lebens blind sein wird, sondern dass er auch den Dienst bei seinem Herrn aufgeben muss und bis ans Ende seiner Tage auf Hilfe angewiesen sein wird, befällt Shinnojo eine tiefe Melancholie. Nur seiner Frau Kayo gelingt es, ihn von seinem Selbstmordversuch abzubringen. "Ich kann mir ein Leben ohne dich nicht vorstellen. Aber bring dich ruhig um. Wenn du es tust, werde ich dir allerdings sofort nachfolgen", entgegnet sie ihm. Gerührt von ihrer Treue, gibt Shinnojo seinen Plan auf. Kurz darauf bittet er Kayo auf Anraten seines Onkels, bei Shimada, dem einflussreichen Verwalter des Guts, vorzusprechen und um Unterstützung zu bitten, da er seinen Dienst nicht mehr erfüllen kann. Im Laufe der Zeit beginnt Shinnojo sich an die Blindheit zu gewöhnen. Als ihm seine Tante Ine das Gerücht zuträgt, Kayo betrüge ihn, ist Shinnojo, der seine Frau liebt und ihr immer vertraut hat, außer sich vor Eifersucht. Er beauftragt seinen alten Diener Tokuhei, Kayo zu verfolgen. Das Gerücht stimmt. Nachdem sie ihren Beobachter bemerkt hat, beichtet Kayo ihren Ehebruch mit Shimada. Der Verwalter hätte ihren Körper als Entlohnung für die Unterstützung Shinnojos verlangt, gesteht Kayo. Shinnojo wirft seine Frau aus dem gemeinsamen Haus. Mit seinem Schwert bereitet er sich auf den letzten Kampf vor. Quelle: www.arthouse.ch

PERSEPOLIS

Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud, Trickfilm, Drama, Frankreich 2007

Basierend auf ihrem eigenen vierbändigen Comic bringt Marjane Satrapi zusammen mit Co-Regisseur Vincent Paronnaud eine sehr persönlich gefärbte Geschichte des Irans ins Kino. Die intellektuelle und lebenslustige Iranerin schafft dabei den Spagat von unterhaltendendem Frauenschicksal und bitterbösem Politfilm. All dies in einem über weite Teile in schwarz-weiss gehaltenem Trickfilm. Persepolis ist mutig, traurig, erhellend, lustig und in seiner Form als einfacher Animationsfilm universell einsetzbar.

Am Gate ihres Fluges von Paris-Orly nach Teheran lässt die Exiliranerin Marjane ihr bisheriges Leben Revue nochmals passieren. Die unbeschwerte Zeit als kleines Mädchen zur Zeit des Schahs. Die ersten Teenagerjahre nach der Machtergreifung durch Ajatollah Chomeini. Ausbildung an der internationalen Schule in Wien. Reuige Rückkehr und Heirat in der Heimat. Scheidung. All dies vor den Umwälzungen von 1978, dem langjährigen Krieg zwischen Iran und dem Irak, und den tyrannischen Regimes, dem sich Marjanes Familie (Mutter, Vater, Grosi und vor allem der Onkel) immer entgegengestellt und trotzdem nie die Lust zu Leben verloren hat.

TUYA’S MARRIAGE

Regie von Quanan Wang, China, Drama, Romanze, 2006

Die schöne und standhafte Tuya sorgt alleine für ihren gehbehinderten Ehemann Bater und die gemeinsamen Kinder. Als Tuya erkrankt, beschliesst das Paar, sich scheiden zu lassen, damit Tuya jemanden suchen kann, der ihr hilft, die Familie zu versorgen. Die Anwärter sind zahlreich, doch keiner möchte sich um Bater kümmern, so wie Tuya es wünscht.

Ein bildstarker Film über das bäuerliche Leben in den ländlichen Regionen Chinas am Rande der schnelllebigen Gesellschaft.

SUMMER PALACE

Regie von Lou Ye, China/Frankreich, Drama, 2006

China 1989 – das Jahr der Studentenunruhen. Die junge Yu Hong zieht aus der Provinz nach Peking, um ihr Studium zu beginnen. Trotz strenger Kontrolle des kommunistischen Regimes, ist das Studentenleben in der Hauptstadt aufregend und ausschweifend. An der Universität findet Yu Hong in Zhou Wie ihre erste grosse Liebe und erlebt mit ihm eine leidenschaftliche Beziehung. Doch bald wird aus sexuellem Verlangen ein gefährliches Spiel aus Anschuldigungen, Untreue und gegenseitigen Provokationen.

Währenddessen spitzen sich auch die Proteste der chinesischen Demokratiebewegung zu. Und für das krieselnde Liebespaar wird das Massaker auf dem Platz des himmlischen Friedens nicht nur zu einem politischen, sondern auch zu einem persönlichen Wendepunkt.

BE WITH ME

Regie von Eric Khoo, Singapur 2005

Häufig kommen große Filme ganz sanft und leise daher, fast unauffällig entwickeln sie ihre Kraft und Ausstrahlung von innen heraus, still und ohne viel Aufsehen. Dafür umso nachhaltiger. “Be With Me” vom bei uns viel zu wenig bekannten Eric Khoo aus Singapur ist ein solcher Film: Die stille filmische Perle erregte bei ihrer Uraufführung in Cannes erstmals Aufsehen, einfach so. Der Film lässt uns drei verschiedene fiktive Lebensfäden und die reale Figur einer Taubblinden betrachten. Es geht um so zentrale Elemente des Lebens wie Liebe, Hoffnung und Schicksal. Der Star von “Be With Me” ist Theresa Chan, die seit 50 Jahren ohne Gesichts- und Gehörsinn lebt und eine wohltuende Kraft ausstrahlt. Rein formal betrachtet sind es drei Episoden. Die Figuren führen getrennte Leben, was sie verbindet, ist ihr Wunsch, mit dem geliebten Menschen zusammen zu sein. www.trigon-film.ch

DREAMING LHASA

Regie von Ritu Sarin, Tenzing Sonam, Indien/Grossbritannien, 2005

Karma (Tenzin Chokyi Gyatso), eine tibetanische Regisseurin aus New York, kommt nach Dharmsala. Dharmsala ist eine kleine Stadt im hinteren Himalaya Gebiet. Dies ist der Ort an dem sie ihren Film über frühere politische Gefangene, die aus Tibet geflüchtet sind, dreht. Geschichten über Mut, Leiden und kulturelles Verständnis kommen zum Vorschein.

OFFSIDE

Regie von Jafar Panahi, Iran 2005

Ein Mädchen aus den Straßen Teherans hat sich als Junge verkleidet, um verbotenerweise im Fußballstadion das entscheidende Spiel der Nationalmannschaft um die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft in Deutschland gegen Bahrain zu verfolgen. Der weibliche Fan wird erkannt und festgenommen. Mit einer Reihe anderer junger Frauen, die man erwischt hat, wartet es unter der Aufsicht junger Wehrpflichtiger das Spielende ab, um bestraft zu werden.

Vom Mut dieser fußballbegeisterten Iranerinnen, trotz aller Verbote und Strafandrohung mit allerhand Tricks als Männer verkleidet ins Stadion zu kommen, erzählt Jafar Panahi, der sich in seinen früheren Filmen schon oft den sozialen Dilemmata der modernen iranischen Frau gewidmet hat. Diesmal stehen seine Chancen, dass ein Film von ihm erstmalig in den iranischen Kinos laufen wird, gar nicht einmal schlecht. Denn "Offside" ist eine Komödie, die die Zensur mit dem Thema der weiblichen Emanzipation zwar kitzelt, aber keineswegs über die Maßen provoziert. Haben seine Hauptdarstellerinnen doch keineswegs Revolutionäres, sondern nur Fußball im Kopf; treten sie doch mit ihren Bewachern, bei denen es sich um iranische Wehrdienstpflichtige aus allen Teilen des Landes handelt, in einen zunächst angespannten, aber doch insgesamt friedlichen Dialog, der auch ihre jungen Bewacher allmählich schmelzen lässt. In den Wortscharmützeln, die sich zwischen den jungen Teheranerinnen und ihrem Aufseher, einem Bauern, abspielen, weiß Panahi die ganze Absurdität der künstlich aufrecht erhaltenen Geschlechtertrennung bloßzustellen. Als ein Mädchen endlich die Erlaubnis erhält, mit einem Bewacher auf die Toilette zu gehen, fertigt dieser schnell noch eine Gesichtsmaske für sie mit FC-Bayern-Mittelfeldspieler Ali Karimi, Irans derzeit berühmtesten Fußballexport, als Konterfei. Immer wieder stichelt Panahi, stellt die Paradoxien der modernen iranischen Gesellschaft bloß, um gleichzeitig doch der politischen Führung ein eher humanitär, denn politisch gesinntes Dialogangebot zu unterbreiten. Schließlich will sich die Jugend nur amüsieren und nicht revoltieren. (Quelle: www.arte-tv.com ; Martin Rosefeldt)

SEASON OF THE HORSE

JI FENG ZHONG DE MA Regie von Cai Ning, China, 2005

Die mongolischen Viehzüchter, einst das stolze Symbol einer jahrhundertealten Nomadenkultur, werden mit den unerbittlichen Entwicklungen der modernen Welt konfrontiert. So auch der stolze Urgen, der mit Frau, Sohn und seinem alten, treuen Gaul in den weiten Steppen der Inneren Mongolei lebt. Er muss mit ansehen, wie das Weideland austrocknet und die moderne, chinesische Zivilisation den Nomadenalltag mit Gesetzen, Regeln und Stacheldraht immer stärker bedroht. Durch die anhaltende Dürre verenden seine Schafe allmählich und das Einkommen reicht nicht mehr, um die kleine Familie zu ernähren und den Sohn zur Schule zu schicken. Trotzdem weigert er sich, wie viele andere in die Stadt zu ziehen. So gerät er immer mehr in Streitereien mit Freunden, Nachbarn, Behörden und nicht zuletzt mit seiner Frau. Sie ist praktischer orientiert und überlegt sich, wie sie Geld für die Schule des Knaben beschaffen könnte. Doch Urgen beteuert, er würde eher sterben, als sein treues Pferd zu verkaufen oder am Strassenrand Jogurt zu verkaufen.

Der bekannte mongolische Schauspieler Ning Cai ist in der Inneren Mongolei - die heute zur Volksrepublik China gehört - geboren und aufgewachsen. Er studierte Schauspiel an der Theaterakademie in Shanghai und Regie an der Beijinger Filmakademie. In seiner ersten Regiearbeit «Season of the Horse» spielt er auch gleich die Rolle des unbeugsamen Hirten Urgen, für welchen die Aufgabe der traditionellen Lebensweise undenkbar scheint. Ning schafft ein unsentimentales und überzeugendes Porträt einer mongolischen Hirtenfamilie zwischen Tradition und Moderne. Seine kraftvollen und poetischen Bilder sind eine Hymne an eine uralte Kultur und endlos schöne Landschaft. Weitere Informationen: www.trigon-film.org

SARATAN

SOMMERSONNENWENDE Regie von Ernest Abdyjaparov, Kirgisistan, 2005

Ernest Abdyjaparov lässt uns in seiner herrlich skurrilen Komödie in die Atmosphäre eines entlegenen kirgisischen Dorfes eintauchen, das die Situation des ganzen Landes zehn Jahre nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verkörpert. Lakonisch erzählt er uns, wie alle in diesem bizarr anmutenden Mikrokosmos zwischen Politik und Religion, Tradition und Moderne mit dem Leben zurechtzukommen suchen. Er lässt wunderbare Figuren aus dem Alltag auftreten auf der Bühne dieses Landstrichs.

Burlesker Alltag in Zentralasien

In einem kirgisischen Dorf herrscht grosse Unzufriedenheit: Renten werden zurückgehalten, Gelder fliessen nicht wie erwartet, jeder versucht seine eigenen Geschäfte zu regeln, notfalls auch unter der Hand, der Kommunismus findet noch immer Anhänger und regel-mässig ist der Viehdieb am Werk, dem dann der Dorfpolizist nachstellt. Dass das alles nicht viel mit Gerechtigkeit zu tun hat, er-scheint den Dorfbewohnenden offenkundig, und so tragen sie es ihrem Dorfverwalter re-gelmässig vor. Ihr Glaube an bessere Zeiten ist schwach wie der Glaube an einen gerechten Gott. Ob Allah oder Jehova, man gibt sich lieber irdischen Vergnügen hin. Trotz Wehmut und Klagen geht der Alltag seinen lockeren Gang. Die einen schaffen es auch, stärker davon zu profitieren. In seinem erfrischend burlesken Spielfilmdebüt «Saratan» erzählt der Kirgise Ernest Abdyjaparov episodenartig aus diesem Leben, taucht ein in den Alltag und lässt diesen sich selber und aus sich heraus ad Absurdum führen. Es ist eine spürbare Liebe zu allen Figuren mitsamt ihren Schwächen. Wir erhalten über die Erzählung und Betrachtungsweise einen wunderbaren Einblick in die entlegene Region. Weitere Informationen: www.trigon-film.org

ANGRY MONK

(Luc Schaedler, 2005, Schweiz)

Tibet, geheimnisvolles Dach der Welt, Sitz erleuchteter Mönche — nur einer legt sich quer: Gendun Choephel heisst der streitbare Mönch, der sich 1934 vom klösterlichen Leben abwendet und in die Moderne aufbricht. Er ist ein Rebell, der die Gemüter der tibetischen Obrigkeit erhitzt. Ein reinkarnierter Lama, der auch die Frauen und den Alkohol liebt. Ein Freigeist, der seiner Zeit weit voraus ist und heute zu einem Hoffnungsträger für ein freies Tibet geworden ist.

Die cineastische Zeitreise nimmt die Lebensgeschichte dieses unorthodoxen Mönchs zum Anlass, um ein Bild von Tibet aufzudecken, das gängigen Klischees zuwiderläuft. Zahlreiche verblüffende und seltene historische Aufnahmen werden hier erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Elegant und überraschend verwebt der Film Damals und Heute: Archivbilder von prächtigen Karawanen und Klöstern wechseln sich ab mit Szenen von Discos und Bildern von mehrspurigen Schnellstrassen in Lhasa, wo Pilger sich niederwerfen, um ihr Heiligtum zu umrunden.

ANGRY MONK gibt einen aktuellen und faszinierenden Einblick in ein Land, dessen schicksalhafte Vergangenheit sich im heutigen Alltag — vielfältig und widersprüchlich — spiegelt.

Das Roadmovie erzählt von einem, der auf ausgedehnten Reisen nach etwas sucht, was das alte Tibet aus seiner Erstarrung lösen könnte. Der Querdenker Gendun Choephel bleibt stets offen für das Neue. Er ist fremd in der Heimat und heimatlos in der Fremde — ein Wanderer zwischen den Welten. (Quelle: www.angrymonkthefilm.ch)

THE GIANT BUDDHAS

(Christian Frei, 2005, Schweiz)

Im März 2001 wurden im abgelegenen Bamiyantal in Afghanistan zwei riesige Buddha-Statuen in die Luft gesprengt. Das Drama um die alten Steinkolosse - einzigartige Zeugnisse einer Hochkultur, die bis zum 13. Jh. entlang der Seidenstrasse blühte - ist Ausgangspunkt eines filmischen Essays über Fanatismus und Vielfalt, Terror und Toleranz, Ignoranz und Identität. Der Film ist eine Reise entlang jener facettenreichen Linie, die Menschen und Kulturen gleichermassen trennt und verbindet. (Quelle: www.giant-buddhas.com)

TWO GREAT SHEEP

Hao Da Yi Dui Yang (Liu Hao, 2004, V.R. China)

Nach Chen Mo & Meiting, seinem erfolgreichen Filmdebut, vertauscht der in Shanghai geborene Filmregisseur Liu Hao die urbane Perspektive mit einer ländlichen Sicht. Two Great Sheep ist ein warmer, neorealistischer und ein politisch feiner Blick auf das soziale und ländliche Leben in China. Ein armer Bauer kommt auf geheimnisvolle Art und Weise zu zwei wunderschönen Schafen. Die Tiere sind scheinbar vom Himmel gesandt, will heissen von den Gemeindeverwaltern, um des Bauern Leben zu erleichtern und um die wirtschaftliche Lage des Dorfes zu verbessern. Doch alles wird durch die kapriziösen Tiere nur noch schwieriger, und es braucht des Bauern ganze Weisheit und naive Sturheit, um aus der harten Situation das Beste herauszuholen.

KEKEXILI

Mountain Patrol (Lu Chuan, 2004, V.R. China) Ga Yu, ein Journalist aus Beijing, will im mystisch anmutenden Lager der Bergpatrouille von Kekexili die Gründe für das geheimnisvolle Verschwinden von freiwilligen Helfern und für das illegale Jagen der tibetischen Antilopen aufdecken. Auch will er den Gerüchten nachgehen, die Bergpatrouille würde mit den Wilderern kooperieren. Ga Yu schliesst sich der Patrouille auf ihrem Weg durch eine 40.000 Quadratkilometer grosse Wildnis an. Die Wilderer sind wie Gespenster in dieser unbewohnten Landschaft und verfolgen die Mitglieder der Patrouille wie dunkle Schatten, die auf den richtigen Moment für ihren tödlichen Angriff warten. Die Jäger werden zu Gejagten. Anfangs verhält sich Ga Yu wie ein Beobachter, blickt distanziert durch die Optik seiner Kamera. Doch allmählich erfährt er, dass dies kein gewöhnlicher Patrouillengang ist, sondern eine Reise auf Leben und Tod, angesiedelt und grossartig fotografiert in einer absolut packenden Berglandschaft in breitem Cinemascope. Ein Film, den man so schnell nicht mehr vergisst. Weitere Informationen unter: www.trigon-film.org

TURTLES CAN FLY

(Bahman Ghobadi, 2004, Iran/Irak)

Die Bewohner eines Dorfes im irakischen Kurdistan suchen dringend nach einer Parabolantenne, um die Nachrichten empfangen zu können. Denn in wenigen Tagen soll die USA in den Irak einmarschieren. Dann erregt ein Flüchtlingsjunge mit seinen Prophezeiungen einiges Aufsehen...

TURTLES CAN FLY ist mehrfach ausgezeichnet, ein eindringliches Märchen über Menschlichkeit und Hoffnung. Weitere Informationen unter: www.frenetic.ch

NOBODY KNOWS

(Kore-eda Hirokazu, 2004, Japan)

Der Film, der in Cannes sämtliche Herzen auf Anhieb erobert hat und die Cinéphilen in den hellsten Tönen schwärmen liess. Dabei ist die Geschichte des Films eine denkbar einfache. Eine Mutter hat vier Kinder, zwei Jungen und zwei Mädchen. Jedes Kind hat einen eigenen Vater, aber von den Herren ist keiner anwesend. Und die Mutter zieht sich auch bald zurück, um Geld zu verdienen. Sie lässt die vier Kinder in einer kleinen Wohnung allein, betreut vom Ältesten, der als einziger nach draussen gehen darf - die Mutter hatte die Wohnung nämlich nur für sich und ein einziges Kind mieten können. Vier Jahreszeiten ziehen vorüber und eine Kindergeschichte, wie man sie selten zu sehen bekommen hat im Kino. Weitere Informationen unter www.trigon-film.org

NICOLAS BOUVIER: 22 HOSPITAL STREET

(Christoph Kühn, 2005, Schweiz)

Reisen war Nicolas Bouviers Leidenschaft. Er erkundete den Balkan und halb Asien, bis er 1955 auf Ceylon zum Stillstand kam. Der Genfer Reiseschriftsteller wurde krank und war quasi neun Monate an sein Zimmer gefesselt. 50 Jahre danach ist Christoph Kühn seinen Spuren gefolgt. Weitere Informationen: http://www.columbusfilm.ch

KRIEG DER KULTUREN

Unterwegs mit Ulrich Tilgner, Eine Reise von Jerusalem nach Kabul

Der vom Schweizer Fernsehen produzierte Dokumentarfilm begleitet den Nahostkorrespondent Ulrich Tilgner auf seiner Reise von Jerusalem bis Kabul. Auf seiner Reise durch Israel, Palästina, Irak, Iran und Afghanistan begegnet Tilgner den verschiedensten Menschen, und zeichnet an deren Schicksal die tiefen Wunden nach, die insbesondere die jüngste Geschichte dieser kulturell so reichen Region beschert hat. Ein einfühlsames Plädoyer gegen den derzeitigen Kreuzzug der USA im Namen der Demokratie, und eine hervorragende Einstimmung für Reisen in die reichen Länder des Nahen Ostens und Zentralasiens. Der dreiteilige Dokumentarfilm ist als DVD im Onlineshop des Schweizer Fernsehens erhältlich. (www.sfdrs.ch)

AFSANEH-E ESHGH

Leben, Liebe und Legende (Farhad Mehranfar, 2001, Iran)

Kurdistan ist ein bergiges Gebiet, das sich auf verschiedene Länder verteilt und kein eigenes sein kann. Leben und Legende reichen sich in diesem Spielfilm von Farhad Mehranfar, der im iranischen Teil von Kurdistan entstanden ist, die Hand. Diese archaische Bergwelt mit seinen Tälern und Bergdörfern, Schluchten und Strassen, ist seit langen Zeiten umkämpft. Die junge Ärztin Khazar beginnt in ihrer iranischen Heimat eine lange Reise durch das zerklüftete Kurdistan, um ihren Geliebten Horam zu finden. Diesen hatte sie während der Studienzeit in der Stadt kennengelernt. Er ist nach Abschluss seiner Ausbildung zu seinem Volk in die Berge gezogen und arbeitet hier in einem Bergdorf als Arzt.

Khazars Reise gerät zu einer Suche, auf der sie sich durch lokale Rituale und fabelhafte Vorstellungen bewegt, vordringt in die Höhen wie die (inneren) Tiefen einer Landschaft, in der Figuren auftauchen und verschwinden und bald einmal unklar scheint, was nun wirklich und was erträumt ist. Leben und Legende werden eins in diesem Film von Farhad Mehranfar, der es versteht, uns eine reiche Welt von Zeichen vor Augen zu führen und hinein zu geleiten in eine unbekannte Bergwelt und den wohlbekannten Wunsch von Menschen: Frei zu sein und selber über das Schicksal ihrer Gemeinschaft bestimmen zu können. Faszinierend die Bergwelt in vielerlei Facetten: Zum einen bietet sie natürlichen Lebensraum, gleichzeitig ist sie in ihrer Unübersichtlichkeit ein Versteck. In der Landschaft spielt sich das Leben ab, die Landschaft hat aber auch ihre Legenden hervorgebracht. Egal, wie entlegen ein Dorf auch sein mag, der Konflikt ist präsent, der mit dem Leben der Menschen hier eigentlich nichts zu tun hat, weil sie in bescheidenen Verhältnissen ja ganz einfach friedlich und sich selber sein möchten. (Text: http://wwww.kinothusis.ch)

THE QUIET AMERICAN

(Phillip Noyce, 2002, Australia)

Saigon 1952: Die Vietnamesen befinden sich gerade auf dem Höhepunkt ihres Kampfes für die Unabhängigkeit gegen die französische Kolonial-Besatzung. Der desillusionierte Times-Korrespondent Thomas Fowler unterhält eine Liebschaft mit der verführerischen und geheimnisvollen Vietnamesin Phuong, als der Mediziner Alden Pyle anreist. Der junge Amerikaner schließt Freundschaft mit dem alternden Journalisten. Doch die Freundschaft wird schnell getrübt, denn Pyle hat ein Auge auf Fowlers Geliebte geworfen und macht dieser ganz ungehemmt und vor den Augen Fowlers Avancen. Als Fowler in den Norden des Landes abreisen muss, lässt er seine Freundin nur ungern mit dem Rivalen zurück...

Starregisseur Phillip Noyce inszeniert diese Menage à trois in atmosphärischen Bildern als Kampf ums Überleben in einer Welt, in der nichts und niemand so ist, wie es scheint. Seine Protagonisten sind gefangen in einem Sog aus Lügen, Leidenschaft und Verrat. Besonders beklemmend durch die Aktualität der Ereignisse wirft der Film auch die Frage auf, wie ein Journalist in Kriegszeiten die berufliche Distanz wahren kann. Nicht nur deshalb wurde der Streifen beim Festival in Toronto als einer der besten Filme gefeiert. Michael Caine wurde für seine intensive Darstellung des Thomas Fowler für einen Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert. In den beiden weiteren Hauptrollen brillieren Brendan Fraser und die attraktive Newcomerin aus Vietnam, Do Thi Hai Yen. (Text: http://www.rialto.ch)

SHAOLIN SOCCER

Shaolin Zujiu (Stephen Chow, 2001, China)

Zusammen mit dem innovativen Kampfmönch Sing aus dem Kloster Shaolin entwickelt der einstige Fussballstar Fung unter Einbezug der altchinesischen Kampfkunst eine neue Art des Fussballs. Gemeinsam mit seinen einstigen Weggefährten aus der Klostervergangenheit tritt Sing schliesslich zum Spiel der Spiele gegen die dämonischen Spieler von Fungs Erzfeind an. Zu unrecht hat es der chinesische Komiker-Star Stephen Chow kaum in die westlichen Kinos geschafft. Chow vermengt in seinen Filmen wie kein anderer Gegebenheiten aus dem chinesischen Alltag mit orientalischen Klisches zu einem bunten Feuerwerk absurder Momente. In seinem neusten Werk zieht er zusätzlich sämtliche Register der Tricktechnik, um das Genre des Kungfu-Films würdevoll mit dem runden Leder zu vereinen. Ein Muss für Martial-Art-Jünger wie Fussballfans.