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Die Legenden von Khasak

Von O.V. Vijayan

„Die Wahrheit ist wie das Licht, durch ein Prisma gebrochen." Zum Prisma der Wahrheit wird für Ravi, der sein Studium der Astrophysik abgebrochen hat, das entlegene südindische Dorf Khasak, in das es ihn als Lehrer verschlägt. Unfreiwillig wird er, als Vertreter der fortschrittlichen Kräfte, in den Streit zwischen den muslimischen und den hinduistischen Lehrern des Dorfes hineingezogen. Aber mehr noch gerät Ravi in den Bann der überall lebendigen Legenden und Mythen; eine magische Reise beginnt. Zu fürchten ist noch immer die Pockengöttin, und verehrt wird noch immer der Schutz- und Ahnherr des Dorfes, der vor Urzeiten mit einer tausendköpfigen Reiterschar hierhergekommen war.

Doch neben den übersinnlichen Bewohnern sind es die Menschen, die zu den "Legenden von Khasak" werden: die schöne Maimuna, die im verwunschenen Bassin bei den alten Moscheen badet, der Palmweinzapfer, der Brunnentaucher, die verstoßene Witwe. Als Ravi sich völlig in den Mythen und Geschichten des Dorfes und dem märchenhaften Grenzbereich zwischen Diesseits und Jenseits zu verlieren droht, taucht, wie eine Botin aus einer ihm inzwischen fremden Welt, seine frühere Freundin Padma auf. Sie nimmt ihm das Versprechen ab, Khasak zu verlassen und in die Gegenwart zurückzukehren.

 

O. V. Vijayan gehörte zu den populärsten Schriftstellern Indiens, er hat gleichzeitig mit García Márquez den Stil des »magischen Realismus« entwickelt. In Handlung, Sprache und Charakterzeichnung sind die „Legenden von Khasak“ ein Meisterwerk von beeindruckender poetischer Dichte.

Insel-Verlag 2004