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Privatreisen 2018-2020
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Die Reise nach Westen

oder wie Hsüan-tsang den Buddhismus nach China holte

Von René Grousset

Der Marco Polo des Ostens - eines der glanzvollsten Kapitel in der Geschichte der Seidenstrasse: Von Ch’ang’an, der Residenz der T’ang-Kaiser, brach im Jahre 629 der junge Mönch Hsüan-tsang zu einer Reise auf, die das Asien seiner Zeit gründlich verändern sollte. Es zog ihn in die Westländer (Indien), um dort das Gesetz zu suchen, das Buddha der Welt hinterlassen hatte. Er riskierte unermessliche Strapazen und Gefahren, um die wahren, die “heiligen” Schriften nach China zu holen. Auf der alten Seidenstrasse gelangte der Pilger Hüsan-tsang zu den Wassern des Ganges, und als er nach fast 17 Jahren über den gleichen Weg zurückkehrte, mit 657 Sanskrit-Rollen in der Tragekiepe, wa er als der “Schriftenholer” bekannt. 19 weitere Jahre, widmete er der Entzifferung und Übersetzung der Lehre womit er Weltruhm erlangte - Ihm war ein einzigartiger “Religionstransfer” gelungen, mit Auswirkungen bis nach Japan und Korea.

Die lebendigen Erzählungen seiner Besuche zeichnen ein spannendes, für unsereins erstaunliches Bild der Königreiche entlang der Seidenstrasse zu einer Zeit, als die Handelswege geschützt waren und zwischen Mittelmeer und dem Reich der Mitte reger Handel betrieben wurde. Während Europa in den Wirren und der Dunkelheit des frühen Mittelalters versank, blühte die Kunst und Kultur der alten Griechen und Römer in der Ferne mit neuen Facetten weiter.

Diederichs 2001