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Aktueller Reisebericht

Japan - Ein Augenblick in Kyoto

Japan
Japan
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Glitzernde Wolkenkratzer, Leuchtreklamen, Super-Schnellzüge und Menschenmassen der Megastädte; im Kontrast dazu leicht verstaubte, verlassen wirkende Dörfer - meine ersten Eindrücke in Japan sind widersprüchlich. Um meinen Blick zu vertiefen, besuche ich eine Lektion für traditionelle Teezeremonie im Herzen der japanischen Kultur in Kyoto.

Eine freundliche Teestudentin hilft mit Dolmetschern und begleitet mich vom Hotel zur Teelektion. Bereits während der Taxifahrt macht sie mich mit ersten Benimmregeln vertraut. In einem Einfamilienhaus ausserhalb des Stadtzentrums wartet bereits die Teelehrerin, eine zierliche, in pastellrosa Kimono gekleidete Frau um die 60. Sie führt uns in ihr westlich eingerichtetes Wohnzimmer, wo wir Schuhe aus- und frische, weisse Socken anziehen. Dann fragt die Dolmetscherin ehrfürchtig, ob ich bereit sei, in eine andere Welt einzutauchen.

Sie führt mich durch den Garten, wo Bäume, Sträucher, Blumen, Brunnen und Weglein so perfekt aufeinander abgestimmt sind, dass sie der winzigen Fläche Tiefe und Grösse verleihen. Als “Die ganze Welt in einem winzigen Senfkorn” würden chinesische Gelehrte diesen Garten beschreiben. Denn als im 8. Jahrhundert China der globale Trendsetter war, strahlte seine Kunst und Kultur weit über die Landesgrenzen hinaus und viele Errungenschaften gelangten nach Japan: Architektur und Schrift, aber auch der Buddhismus breiteten sich im Inselstaat aus und gewannen an Einfluss. Der Grüntee in pulverisierter Form war bei buddhistischen Mönchen besonders beliebt. Sie brachten ihn als Medizin nach Japan und entwickelten allmählich Regeln, um seinen Genuss zu zelebrieren. Mönche und Herrscherfamilien stilisierten “den Weg des Tees” zu einer Kunstform von höchster Disziplin, die erst viele Jahrhunderte später in der breiteren Bevölkerung Beliebtheit erlangte.

Im Teezimmer, das so schlicht wie möglich ist, lerne ich jedes Detail zu beachten und übe meine Wertschätzung auszudrücken. “Bitte bewundern Sie den Teebehälter, die Kohlestückchen, die Teetasse, den Teeschäumer und den Teelöffel!” Die Teestudentin wacht streng, dass jedes Objekt angemessen bestaunt wird. Als meine höfliche Bewunderung des Teelöffels ungenügend ausfällt, muss ich sie so lange wiederholen, bis das Objekt den nötigen Respekt erhält. - “So viele Regeln!”, stöhnt mein rebellisches Ego.

Nach dem Bewundern der Utensilien beginnt die Gastgeberin mit der Zubereitung des Tees. Ich werde ruhig und staune über ihre präzise einstudierten Bewegungen. Sie erinnern mich an einen Tanz, bei dem jede Bewegung kalkuliert ist, jede Geste eine Bedeutung hat und die Mimik die Stimmung im Raum beeinflusst - klassisches Ballett auf Japanisch. Die Stille und Reduktion aufs Wesentliche schärfen die Sinne. Die strengen Regeln der Höflichkeit im Umgang mit Objekten und Mitmenschen schaffen eine sichere und angenehme Welt. Unglaublich, wie eine so alltäglich scheinende Handlung der Teezubereitung zur höchsten Kunstform erhoben werden kann.

Nach der Lektion plaudere ich im westlichen Wohnzimmer vergnügt mit Dolmetscherin und Gastgeberin. Dabei fällt mein Blick auf einige Fotos, die etwas versteckt in einer Ecke des Raums hängen: Sie zeigen Menschen auf einem Berggipfel. Ich traue meinen Ohren kaum, als die Dolmetscherin bestätigt, dass unsere Lehrerin den Mt. Everest bestiegen hat. Meine überbordende Bewunderung muss ich diesmal nicht üben. Wie kommt diese zierliche im Kimono gekleidete Teelehrerin aus dem Kyotoer Vorstadthäuschen auf den höchsten Gipfel der Welt?

Japan überrascht mich immer wieder mit neuen Widersprüchen, die sich manchmal bei näherem Blick als harmonisch ergänzend herausstellen. Ist nicht die über Jahrzehnte geübte Präzision, Geduld und Ausdauer einer Teemeisterin mit der Disziplin eines Extrembergsteigers vergleichbar, der neben Training auch Respekt vor dem Berg und die Regeln im Zusammenleben mit seiner Expedition beachten muss? - Die Teelehrerin lächelt bescheiden und nimmt von uns Abschied. In ihrem Blick schwingt Weisheit und Stolz mit.

CM

Info-Abend
Japan
Info-Abend

Gerne teilen wir unsere Eindrücke, Erlebnisse und Lieblingsorte mit Ihnen und laden Sie zu unserem Info-JAPAN-Abend ein:

Die Platzzahl ist beschränkt. Wir bitten um eine Anmeldung.

JAPAN-ABEND Mittwoch, 07. März um 18.30 Uhr

(in unserem Büro Bederstrasse 49, 8002 Zürich)
Anmeldung

REISE - VORSCHLÄGE
KLEINGRUPPE: Erste Einblicke
Japan
19. - 28. Mai 2018 / 26. Juli - 4. August 2018

Schneeweisse Kirschblütenpracht, der mythische Mt. Fuji, perfekt arrangierte Gartenanlagen, puppenhafte Geishas und massive Sumo-­Ringer stehen im Kontrast zu futuristischen Super-Schnellzügen, High-tech Robotern, blinkenden Leuchtreklamen und Manga-Comics. Japan empfängt uns mit einer geballten Ladung traditioneller und futuristischer Eindrücke. Beim näheren Hinsehen fällt uns auf, wie fein und präzise durchdacht jeder Aspekt des Lebens ist und wie gut sich diese oft starken Kontraste ergänzen. Wir erfahren mehr über die jahrtausende alte Kultur und erleben, wie sie sich an die Moderne anpasst. Diese Reise bringt uns zu den spannendsten Orten des Landes, wo wir in andersartige Welten eintauchen und “erste Einblicke” in die Vielfalt Japans gewinnen.

Preis: CHF ab 3'980

Privatreise: zu zweit oder mit Ihren Freunden
JAPAN
22 Tage / 21 Nächte / Datum nach Wahl
Nord bis Süd im Shinkansen

1964 verliess der erste Hochgeschwindigkeitszug der Welt den Bahnhof von Tokyo… seither gilt der Shinkansen als Symbolbild des modernen Japan. Seine Präzision schaffte neue Masstäbe und seine Pünktlichkeit wurde legendär. Heute verbinden über 2'000 km spezieller Schienen die grossen Städte. Sie ermöglichen dem Reisenden bei Geschwindigkeiten von über 350 km/h beinahe lautlos durch die Landschaft zu gleiten. Von Hokkaido im Norden bis Kyushu im Süden, von malerischen Bergdörfern des Landesinneren zu boomenden Industriestädten der Küste erleben Sie Japan mit dem Shinkansen. Der Japan-Railpass erlaubt Ihnen, die Zugfahrten flexibel zu gestalten - Sie entscheiden, wann Sie abfahren und welche Zwischenstopps Sie einlegen möchten.

Preis pro Person

Bei 2: ab CHF 5'160

Bei 6: ab CHF 4'800