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Aktueller Reisebericht

Ein Winter in Jaisalmer

Indien, Jaisalmer
Indien, Jaisalmer
Indien, Jaisalmer
Indien, Jaisalmer

Es war einmal zu Weihnachten 1978... Ich hatte mein Winterquartier in Jaisalmer bezogen. Hoch oben in der Zitadelle, die direkt einem Märchen aus 1001 Nacht entsprungen schien, blickte ich wie aus einem Adlernest hinab auf das Land. Wie der Leutnant Drogo aus “die Tartarenwüste” erforschte ich die Wüste, die sich hinter den Mauern ausbreitete.

Die Altstadt dämmerte unter dem Raureif vor sich hin. Welch ein Genuss war es, zu bummeln, die Zeit zu vertrödeln, zu flanieren, zu träumen und ziellos im Labyrinth der Gassen dieser alten Karawanenstadt herum zu irren. Ich bewunderte die Arbeiten der Baumeister früherer Epochen und die Pracht der ineinander verschachtelten jainischen Tempeln. Während fast 1000 Jahren hatten sich hier die mit Seide, Gewürzen oder Opium beladenen Karawanen vorbereitet, um die gefährliche Durchquerung der Wüste Thar in Angriff zu nehmen. Furchterregende Krieger, die sog. Rajputen Bhattis, begleiteten die Karawanen, und beschützten sie gegen die ständige Bedrohung durch Strassenräuber. Jene Rajput-Prinzen errichteten diese mächtige Zitadelle, die die Landschaft dominiert. Die Händler bauten darin prächtige Häuser; diese berühmten Havelis mit ihren kunstvoll geschmückten Fassaden bilden ein richtiges Labyrinth aus Gängen und Terrassen.

Mein Stammplatz war die Herberge der Rajput-Prinzenfamilie von Virendra, die in die dicken Stadtmauern eingebaut war. Die Mutter kochte am Boden über einem Holzfeuer, die Söhne kümmerten sich um die Gäste. Diese fanden sich alle am Ende des Tages im Gang um ein Kohlebecken zusammen, um sich aufzuwärmen, unter den Sternen den neuesten Klatsch auszutauschen, die Gerichte zu kosten und ohne Zurückhaltung zu trinken.

Die Tage, Nächte, Wochen flossen träge dahin. Das Lob der Faulheit schien unser Motto zu sein. Niemand wollte seinen Weg fortsetzen. Dies war die Gelegenheit, von Haus zu Haus zu ziehen, Tee zu trinken, wunderbare Miniaturen aufzustöbern, zu lesen. Tja, was enthielt die Bibliothek der Herberge, wo die Reisenden die gelesen Bücher hinterlassen hatten: “Auf der Suche nach der verlorenen Zeit”, “Tess von den d’Ubervilles”.... aber wer waren diese Leser, die an diesem Ende der Welt vorbeigekommen waren und ihre Bücher hinterlassen hatten? Hatten sie wie einst die Karawanen die Wüste durchquert? Waren sie von hier weiter nach Pakistan gereist? Für mich war es eine gute Gelegenheit, mich unter dem Dach der Herberge gemütlich einzurichten und in die Welt von Proust und Thomas Hardy einzutauchen. Hätte ich das sonst jemals gemacht? Wohl kaum...

Um uns aus unserer Lethargie aufzurütteln, organisierte unser Gastgeber Virenda einen Abstecher aufs Land und führte uns in das Schloss seiner Vorfahren im Dorf Harsolao. Das Gebäude war alt und baufällig, aber voller Geschichten und Geister. Im Salon thronte ein altes Kettenhemd - Erinnerung an die alten, glorreichen Zeiten. Als Mahlzeit wurde mit dem Säbel eine Ziege geköpft und an der Feuerstelle gekocht. Beim Eindunkeln gingen wir im Licht der Scheinwerfer mit dem Jeep auf Gazellenjagd. Die alten Knarren unserer Vorfahren dienten uns als Ausrüstung. Der Abend endete auf den Festungsmauern, wo wir das erlegte Wild assen und Daru, den lokalen, zuhause produzierten Schnaps, tranken. Nach der erfolgreichen Jagd nahm uns Virenda für einige Tage auf eine Spritzfahrt in die Wüste Thar mit. Auf dem Rücken von Dromedaren sollten wir an das Nomadenleben herangeführt werden. Die Nächte verbrachten wir unter einem funkelnden Sternenhimmel, nahe beim Feuer in die Dünen gedrückt. Der Daru floss in Strömen, die stinkenden Dromedare blöckten die ganze Nacht und liessen uns den schmerzenden Hintern vergessen.

Aber der Frühling machte sich bemerkbar, die Abreise nahte. Wehmut kam auf, die Tränen flossen. Doch Virendra, seine Familie und Freunde werden für immer in unseren Herzen bleiben.Ein emotionaler Gruss an all diejenigen, die sich in diesem winterlichen Bericht vom Jaisal Schloss wiedererkennen.

CL

REISE - VORSCHLäGE
Privatreise
Indien
17 Tage / 16 Nächte / Datum nach Wahl
Paläste und Karawanen

Rajasthan - “das Land der Könige” - nimmt im fantastischen Subkontinent Indien einen speziellen Platz ein. Rajasthan ist vielleicht der exotischste Teil des indischen Subkontinents, zumal die Inder sich selber gerne dorthin begeben, um die Atmosphäre der ruhmreichen Vergangenheit zu geniessen. Diese Reise entführt Sie in eine Welt von Palästen, Festungsstädten und prächtigen Jagdpavillons, welche oft in den Oasen der Wüsten liegen.

Richtpreis pro Person

Für 2: ab CHF 2'230

Kleingruppe
China
05. - 20. Mai 2018
Ein antikes Grossreich erschafft sich seine Zukunft

mit Catherine Tobler

Preis: CHF 5'650

Vergangene Kulturen, Moderne und Zukunft - tagtäglich treffen sie aufeinander im grossen Reich der Mitte. Diese Reise lässt uns die Faszination dieser Gegensätze erleben und zugleich die Zukunftsvisionen und Weltbilder von früher und heute kennen lernen. Weltmetropole Peking und futuristisches Shanghai, gleichzeitig antike Tempel und tausendjährige Städte- in kaum einem Land wird alt-Überliefertes so kreativ und pragmatisch lebendig erhalten wie in China.