ÜBERLAND-REISEN

THE GREAT SILK ROAD

Schweiz – Wladiwostok im 4x4

letzter freier Platz

The Great Silk Road 2020

7. Juni – 31. Aug 2020

SIBIRIEN UND ARKTIS

Sibirien und das Arktische Meer

Zwei aussergewöhnliche Expeditionen auf dem Schiff Spirit of Enderby

russ_20_arctique_gr_d.pdf

9. - 20. Juni 2020
23. Juni bis 6. Juli

Traumreisen -
Kommen Sie mit…

TADJIKISTAN

auf Französisch geführt
Warteliste

pamir_20_gr_f.pdf

2. – 17. September 2020

Äthiopien

letzte freie Plätze

ethio_20_gr_f.pdf

6. – 23. November 2020

Nordindien und Nepal

auf Französisch geführt

inde_nepal_20_gr_f.pdf

20. Nov. - 6. Dez. 2020

Themenreisen

Tibet

auf Französisch geführt

tibet_20_musee_gr_f.pdf

10. - 27. September 2020

Rumänien

auf Französisch geführt

roum_20_adem_gr_f.pdf

27. Sept. - 5. Okt. 2020

Japan-Vorträge

alternativkino.ch

in Kooperation mit:

asienspiegel.ch

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Liebe Reisefreunde

«Das einzige im Leben, das Dir niemand wegnehmen kann, sind Deine Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen.» - diese Küchenweisheit meines Vaters, begleitet uns wohl alle in diesen Tagen der Isolation.

Wir bei Reisen und Kultur möchten diese schwierige Zeit als Team durchstehen. Wir sind im Homeoffice für Sie da und nutzen die Zeit, um neue, einzigartige und lebensbereichernde Reiseerfahrungen für Sie zu kreieren.

Um Ihnen während dieser Isolation den Duft des Orients, den Wind der Steppe und die Geräusche des Bazars in die gute Stube zu bringen, kramen wir in unserer Schatzkiste voller Reiseerlebnissen. Denn in den letzten 35 Jahren durften wir auf den Wegen Asiens so manches erleben. Nicht immer lief alles rund, besonders in den Anfangszeiten des Reisens. Doch sind es oft genau die herausfordernden Momente, die unser Erlebnis verstärken und uns dazu bringen, bewusst und im Moment zu leben.

Bleiben Sie gesund und nutzen auch Sie die Zeit, um in Ihren wertvollsten Reisemomenten zu kramen.

CM

Reisebericht von 2008

Dieser Bericht erzählt von den Herausforderungen unserer Expedition 2008 Schweiz-Peking im 4x4 als sich die Grenze zu China plötzlich für unsere Autos schloss. Wir waren schon unterwegs und ein Zurück gab es nicht. Der einzige Weg führte vorwärts.

Usbekistan - Schatten im Paradies

Usbekistan
Usbekistan
Usbekistan
Usbekistan

Die Oasen von Khiva, Buchara und Samarkand erzählen Jahrhunderte alte Geschichten von Karawanen auf ihrem beschwerlichen Weg zwischen Ost und West. Nicht nur Waren sondern auch Ideen, Technologien und Philosophien wurden im kühlen Schatten der Maulbeerbäume ausgetauscht. Nach der beschwerlichen Durchquerung der Wüste genossen auch wir die Abende bei Tee und interessanten Diskussionen am Rande eines erfrischenden Brunnens.

Genau in dieser heilen Welt wurden wir von einer Hiobsbotschaft überrascht: Unsere mit viel Mühe und Aufwand eingeholten Bewilligungen für die Durchquerung Chinas wurden von einem Tag auf den anderen für nichtig erklärt. Aus Angst, der weitere Verlauf des Olympischen Fackellaufs könnte gestört werden, annullierte die Regierung sämtliche Spezalbewilligungen zur Durchquerung Chinas. Sowohl unsere langjährigen guten Beziehungen und Erfahrungen in China, zur Schweizer Vertretung in Beijing sowie unsere hervorragenden Partner konnten gegen diesen Entscheid nicht ankommen.

In den schönsten paradiesischen Gärten verbringen wir zwei Tage mit Krisensitzungen: Wie geht es weiter? Müssen wir umkehren? Welche alternativen Routen stehen zur Verfügung? Nach langem Überlegen und vielen Diskussionen zeichnet sich eine Lösung ab: Bis auf zwei der Teilnehmer einigen sich alle, die Reiseroute zu ändern und weiter in Richtung Peking vorzustossen.

Nun ist die administrative Unterstützung unserer Partner gefragt: Das Reiseprogramm wird komplett geändert und die Leistungen in sechs Ländern werden umgebucht. Neue Bewilligungen für Fahrzeuge und Passagiere werden eingeholt. Es ist ein Wettlauf gegen die Zeit; die Drähte laufen heiss zwischen Peking, Moskau, Barnaul, Ulaanbaatar, Tashkent und Lausanne. Ich eile zwischen verschiedenen konsularischen Vertretungen und der Autowerkstatt hin und her. - Wir wollen nach Peking, wenn nicht durch die Wüsten Westchinas, dann durch die Weiten Kasachstans, Sibirens und der Mongolei!

Wie durch ein Wunder schaffen wir es, uns gegen starrsinnige, unkooperative Bürokraten durchzusetzen und innerhalb von vier Tagen vier verschiedene Visa einzuholen. Sogar die Autos konnten wir zum Service bringen und zusätzliche Ausrüstung einkaufen. Ich staune wieder einmal über die Hilfsbereitschaft und Professionalität unserer Partner, die alle Hebel in Bewegung setzen, um mit uns unseren leicht verrückten Traum zu verwirklichen.

Jeder Teilnehmer freut sich auf seine Weise über das neue Abenteuer: In wenigen Tagen werden wir die grossen Weiten der Mongolei, das Land der Winde und der reinen Quellen durchqueren. Das Ziel der Expedition ist es, auf dem Landweg nach Peking zu gelangen und es gibt überall auf der Welt schöne Landschaften, bereichernde Begegnungen und Spannendes zu entdecken.

Die Erlebnisse der letzten Tage stimmen mich sehr nachdenklich: Wir leben in einer Zeit, in der mehr Leute denn je unterwegs sind und in der die lukrative Tourismusindustrie weltweit standardisierte Produkte anbietet, die schnell und einfach buchbar sind. Doch das wahre Reisen wird immer schwieriger und komplizierter. Ich habe den Eindruck, dass viele Länder die Angst vor ihren Nachbarn oder Terroristen schüren, dadurch einen übertriebenen Nationalismus begünstigen und dies als Vorwand für verschärfte Kontrollen und einen korrupten Staatsapparat benutzen. Bereichernde Begegnungen der Austausch von Ideen und Ansichten werden leider immer seltener. - Das Paradies wird immer schattiger.

Doch vorerst haben sich die Wolken verzogen: Wir haben die bürokratischen Hürden überwunden und freuen uns umso mehr über das Glück, uns auf dem Weg durch die Steppen Asiens frei bewegen zu dürfen. - Auf geht’s, in Richtung Mongolei!

FL